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Sportverein in Tangstedt : Kunstrasen soll für Attraktivität sorgen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Tangstedter Sportverein stellt dem Sozialausschuss ein erstes Konzept vor.

shz.de von
erstellt am 21.Jan.2016 | 14:00 Uhr

Tangstedt | Etwa 80 Kinder und Jugendliche trainieren beim Tangstedter Sportverein (TSV), von der Bambino-Gruppe bis zur E-Jugend. Danach sieht es allerdings eher Mau aus. „Wir möchten den Sportverein attraktiver machen und den Jugendlichen etwas bieten, so dass sie auch bei uns bleiben möchten“, sagte Stefan Ahrens, Zweiter Vorsitzender des TSV, während der jüngsten Sitzung des Tangstedter Sozialausschusses.

Eine Idee, wie der Verein dies bewerkstelligen kann, besteht bereits: Ein Kunstrasenplatz soll anstelle des Grandplatzes auf dem Sportgelände am Hasloher Weg entstehen. Der Unterboden sei für den Kunstrasen geeignet. „Mit Hilfe dieses neuen Platzes wären wir witterungsunabhängig und hätten ganzjährig dieselben Spielbedingungen“, sagte Ahrens. Ein weiterer Faktor sei für ihn der gesundheitliche Aspekt: „Es ist für die Spieler angenehmer zu fallen, als auf den kleinen Steinchen zu landen. Auf dem Kunstrasen werden sie abgefangen.“

Auch die Nutzungsbelastung sei bei einem Kunstrasen deutlich höher. „Der Platz wäre ein Spielermagnet, weil man auch im Winter unter guten Bedingungen spielen kann“, so Ahrens weiter. Die Anschaffungskosten für den Kunstrasenplatz seien laut Ahrens momentan äußerst günstig und erschwinglich. Er stellte den Ausschussmitgliedern gleich zwei Möglichkeiten der Finanzierung vor: entweder über die Gemeinde oder über den TSV. „Insgesamt 320.000 Euro würde die Anschaffung kosten“, erklärte Ahrens. Etwa zehn Prozent Eigenkapital aus Rücklagen kann der Sportverein vorweisen. „Außerdem setzen wir auf Spenden von Bürgern sowie Benefizspiele gegen höherklassige Mannschaften“, kündigte Ahrens an.

Geringerer Verschleiß an Fußbällen

Der jetzige Grandplatz müsse laut Ahrens in den nächsten vier bis fünf Jahren saniert werden. Deswegen komme die Bitte und die Idee dem Verein jetzt. „Die Lebensdauer eines Kunstrasenplatzes beträgt etwa 20 bis 25 Jahre“, erklärte Ahrens den Ausschussmitgliedern. Ein weiterer Vorteil zum Grandplatz sei, dass partielle Sanierungen und Reparaturen durchgeführt werden könnten. „Bei einem Grandplatz muss immer alles auf einmal gemacht werden“, fügte der Zweite Vorsitzende hinzu. Auch der Verschleiß der Fußbälle sei auf einem Grandplatz sehr viel höher. „Alle zwei Jahre müssen wir einen neuen Satz kaufen“, sagte Ahrens.

Die Idee kam dem Verein aufgrund der steigenden Zahlen in der Bambino-Kicker mit zirka 40 Kindern in den vergangenen zwölf Monaten. „Eine Freizeitbeschäftigung im Bereich Fußball für die Altersgruppe drei bis fünf Jahre bietet momentan nur der TSV im Umkreis an“, betonte Ahrens. Im Jugendbereich gebe es bis zur E-Jugend noch zwei weitere Mannschaften. Des Weiteren zählen zwei aktive Herrenmannschaften sowie eine wachsende Alte Herren-Gruppe zu den aktiven Kickern.

Während ein Kunstrasen von der Beschaffenheit und dem Ablick wie ein Naturrasen aussieht, ist der Grandplatz, oder auch Tennenplatz, durch seine steinige granulare Oberfläche gekennzeichnet. Der Vorteil zu einem Naturrasen besteht in beiden Fällen in einem geringeren Anschaffungspreis und Pflegebedarf. Die Verletzungsgefahr bei einem Tennenplatz ist jedoch recht hoch. Des Weiteren ist das Ballsprung- und rollverhalten aufgrund der härteren Oberfläche ein großer Unterschied zum Naturrasen oder Kunstrasen.
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