Pinneberg : Kunsthandwerk in der Drostei

Sabine Kosanke und Reinhard Beier boten ihre selbstgemachten Marmeladen, Liköre und Gelees an.
Sabine Kosanke und Reinhard Beier boten ihre selbstgemachten Marmeladen, Liköre und Gelees an.

48 Aussteller präsentieren Kunsthandwerk und Kulinarisches in barockem Ambiente beim Nikolausmarkt in der Drostei.

Avatar_shz von
01. Dezember 2014, 10:00 Uhr

Pinneberg | Viele Kinder haben gestern fasziniert in Richtung Drostei geschaut. Dort verteilte der Nikolaus Süßigkeiten an die kleinen Besucher und lud deren Eltern zum Nikolausmarkt in das barocke Gebäude ein. Dort präsentierten beim Nikolausmarkt 48 Aussteller auf drei Etagen ihre Arbeiten.

Direkt im Erdgeschoss präsentierte sich die Drostei selbst und hatte für Spätentschlossene ausreichend Adventskalender verfügbar. Einen Raum weiter ließ sich Marion Matzen von dem Trubel um sie herum nicht aus der Ruhe bringen. Während Imker Helmut Hurtig seine Honigerzeugnisse erklärte und gegenüber über Schmuck diskutiert wurde, bemalte sie in aller Ruhe ihre Porzelanobjekte, die von kleinen Rosen über Tassen bishin zu Wandbildern im DIN-A5-Format reichten.

„Ich überlege derzeit etwas mit Fleisch zu machen“, erläuterte Reinhard Beier, der zusammen mit seiner Frau Sabine Kosanke im „MarmeLaden“ süße Brotaufstriche, Gelees und Liköre präsentierte. Zwetschge-Chili, Mispel-Cointreau oder Preiselbeer-Möhre mit Zimt unterstrichen dabei die Experimentiertfreude. „Da ist klar, dass viele erst einmal probieren müssen, um eine Vorstellung zu haben, wie unsere Kreationen schmecken“, so Beier.

Der Lions-Club verkaufte im ersten Stock der Drostei selbstgebackene Kekse für den guten Zweck. Ansonsten lag das Catering in der Hand der neuen Pächter des Restaurants. Mario Meusel servierte Enteneintopf für den großen Hunger und hausgemachte Kuchen sowie Kaffee und Tee für die kurze Shopping- und Stöberpause.

Einige Besucher drehten allerdings verärgert am Eingang um. Der Eintritt schreckte sie ab. „Alle anderen Märkte sind kostenlos, warum soll ich hier zahlen?“, fragte ein älterer Herr sichtlich brüskiert. Seine Frau stimmte in die Schimpf-Tirade ein. „Das ist doch für einen guten Zweck“, erklärten die Mitarbeiterinnen an der Kasse. Dem Ehepaar waren die zwei Euro, die andere gerne für die Kulturarbeit der Drostei zahlten, dennoch zu viel.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen