Pinneberg : Kunst im Krankenhaus

Kunst ist Trumpf: Elke Werner, selbst Künstlerin, Ingeborg Triskatis, Vorsitzende des Fördervereins, und Dr. Stefan Geist, Chefarzt des Geburtszentrums und ärztlicher Vertreter des Vereins, haben die Gänge mit  Bildern verschönert.
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Kunst ist Trumpf: Elke Werner, selbst Künstlerin, Ingeborg Triskatis, Vorsitzende des Fördervereins, und Dr. Stefan Geist, Chefarzt des Geburtszentrums und ärztlicher Vertreter des Vereins, haben die Gänge mit Bildern verschönert.

In Kooperation mit dem Förderverein des Regio Klinikums werden in den Fluren des Krankenhauses Bilder und Fotos ausgestellt.

shz.de von
24. Juli 2015, 12:30 Uhr

Pinneberg | Alles, was im Krankenhaus geschieht, muss der Heilung des Patienten dienen. Dazu gehört aber nicht nur eine medizinische Betreuung, sondern auch ein Ambiente, in dem sich die Menschen wohlfühlen sollten. „Kunst im Krankenhaus“ hat somit die Aufgabe, die Genesung des Patienten zu unterstützen und sein Leiden erträglicher zu machen. Und genau unter diesem Motto bieten das Regio Klinikum, Fahltskamp 74, in Zusammenarbeit mit dem Förderverein des Regio Klinikums Pinneberg Künstlern aus der Region die Möglichkeit, ihre Werke in den Gängen der Klinik auszustellen.

Nur schnöde Kalender an die Wände zu hängen – das ist Dr. Stefan Geist, Chefarzt der Gynäkologie und Ärztlicher Vertreter des Fördervereins Freunde des Regio Klinikums Pinneberg, zu wenig: „Jede Art von originaler Kunst hat einen ganz besonderen Stellenwert. Die Menschen bleiben stehen, gucken sich das an und diskutieren“, berichtet er.

Die hochwertigen Bilder und Skulpturen sollen Patienten, Mitarbeiter und Besucher des Krankenhauses zur Kontemplation einladen. Der Eintritt ist frei. „Es sind ideale Ausstellungsflächen. Es bewerben sich viele Künstler“, sagt Geist. Ein professionelles Niveau müssten die Werke jedoch haben. Längst nicht jeder Künstler wird genommen, der sich bewirbt.

Anspruchsvoll müssen die Bilder sein, aber auch jene positive Aura ausstrahlen, die Heilung verspricht. Werke im Stil eines Edvard Munchs („Der Schrei“) oder eines Hieronymus Boschs wird man vergeblich suchen. Gleich drei sehenswerte Ausstellungen sind derzeit im Klinikum zu sehen. Im dritten Stock, der Gynäkologie, hat die Hamburger Künstlerin Sandra Schier ihre Bilder ausgestellt. Der Titel könnte nicht passender sein: „Frau sein“. Das Thema Weiblichkeit zieht sich wie ein roter Faden durch ihre Arbeit. Wie beispielsweise auf jenem Bild, auf dem eine schwangere Frau zu sehen ist – ein Werk, das vor Leben und Fruchtbarkeit nur so sprüht. „Wasserfarben und Wasserwelten“ heißt eine weitere Ausstellung. Und im Erdgeschoss zeigen die Mitglieder des Fotokreises eine „Best of“-Auswahl ihrer Lieblingsmotive.

Auch für 2015 haben sich Dr. Geist, Ingeborg Triskatis, Vorsitzende des Fördervereins, und Elke Werner, Mitglied des Fördervereins und selbst Künstlerin, vorgenommen, weiter den Gedanken „Kunst im Krankenhaus“ zu forcieren. Schwerpunkt ist die Verschönerung der Patientenzimmer. Gar eine ganze Kunstausstellung wollen die drei Förderer ins Klinikum holen. Für immer. So haben es Triskatis die Fotos von Maiken Brath, die im Elmshorner Johannis Hospiz unter dem Titel Mikrokosmos ausgestellt sind, angetan. „Es sind zauberhafte Fotos“, schwärmt sie. Fotos von Insekten oder Schmetterlingen, die in Blüten nach Nektar suchen oder zwischen Regentropfen sitzen. Motive, die Freude machen.

Der Förderverein Klinikum Pinneberg e.V. wurde  am 5. November 1998 als Förderverein Kreiskrankenhaus Pinneberg von 40 Bürgern gegründet. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Gesundheit der Bürger. Derzeit gibt es etwa 400 Mitglieder. In den vergangenen Jahren hat der Verein  etwa 500.000 Euro für den guten Zweck gestiftet. Mit diesen Mitteln wurde beispielsweise die Demenzlotsenausbildung finanziert. 2014 wurde die Cafeteria verschönert. Auch der Einsatz eines Klinikclowns wurde ermöglicht. Die Botschaft des Vereins: Die Identität des Krankenhauses stärken.
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