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Nach Jahren der Diskussion : Kummerfeld hat nun seinen Bauhof

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeisterin weiht Gebäude für 689.000 Euro an der Prisdorfer Straße ein. Gewerbeaufsicht hatte vorheriges Provisorium kritisiert.

Kummerfeld | Seit Jahren wurde darüber diskutiert, nun gibt es ihn: einen eigenen Bauhof für Kummerfeld. Gestern Morgen wurde das Gebäude an der Prisdorfer Straße offiziell von Bürgermeisterin Erika Koll (SPD) eingeweiht.

Im Gespräch war ursprünglich ein gemeinsamer Bauhof mit der Gemeinde Prisdorf, dieser wurde aber letztlich nicht realisiert, da die Nachbarkommune kein Interesse mehr hatte, so Koll. In einem halben Jahr wurde nun das neue Gebäude nach modernen, energiesparenden Standards errichtet. Für die Tiefbauarbeiten zahlte die Gemeinde 73.150 Euro, dazu kommen 616.270 Euro für den Hochbau. Ein halbes Jahr dauerten die Bauarbeiten gerade mal. Etwa 650 Quadratmeter Grundfläche hat das Gebäude, das Areal ist 3300 Quadratmeter groß.

Auch der ehemalige Bürgermeister der Gemeinde Kummerfeld, Hanns-Jürgen Bohland (CDU), freute sich über die Fertigstellung des Bauhofs und richtete sein Wort an die Mitarbeiter: „Euer alter Bürgermeister wünscht Euch ein tolles, friedvolles, neues Zuhause.“ Das Team des Bauhofs, Vertreter der Bauhöfe in den Nachbarkommunen und der Feuerwehren, der Schule und Gemeindevertreter waren gekommen, um sich die Räume anzusehen. Einige Schönheitsreparaturen müssen noch erledigt werden. Und die Türen im Innenbereich fehlen noch.

Koll ließ die Geschichte des Bauhofs noch einmal Revue passieren. Bisher waren mehrere Hallen von der Gemeinde angemietet und von den Bauhofmitarbeitern genutzt worden. Der Sozialraum war klein. Frank Fenger, Leiter des Bauhofs, ist erleichtert, dass seine Mannschaft nun endlich ein zusammenhängendes Domizil in zentraler Lage hat: „Wir haben wesentlich mehr Platz, eine Werkstatt, die voll ausgestattet ist und vernünftige sanitäre Einrichtungen.“ Außer einem Sozialtrakt und der Werkstatt gibt es auch eine eigene Fahrzeughalle sowie einen zusätzlichen Waschplatz für die Reinigung der Fahrzeuge.

Der Neubau war dringend notwendig. Im Vorfeld hatte sowohl die Gewerbeaufsicht des Landesamts für Gesundheit und Arbeitssicherheit als auch die Unfallkasse Nord die provisorische Lösung angeprangert. Die Vorgaben waren nicht erfüllt und wurden nur toleriert, weil ein Neubau geplant war. Auch die Trinkwasserqualität war am Ende nicht mehr zumutbar, so Koll. „Uns war allen klar, dass wird dringend eine Lösung brauchen“, sagt die Bürgermeisterin. Aus Kostengründen wurde der Neubau mehrfach verschoben, weil andere Projekte Vorrang hatten.

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erstellt am 13.Nov.2015 | 16:37 Uhr

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