Drei Leichtverletzte : Kummerfeld: 18-jähriger Afghane wehrt sich gegen Rückführung

Der 18-Jährige sollte nach Schweden gebracht werden. Er zerschlug eine Vitrine und drohte, sich selbst zu verletzen.

shz.de von
06. September 2018, 17:10 Uhr

Kummerfeld | Bei einer geplanten Rückführung eines afghanischen Staatsangehörigen aus Kummerfeld (Kreis Pinneberg) nach Schweden ist es am Donnerstagvormittag zu einem Zwischenfall gekommen. Das teilte das Landesamt für Ausländerangelegenheiten (LfA) mit.

Der 18-Jährige sollte am Vormittag auf Amtshilfebitte der zuständigen Ausländerbehörde Pinneberg an seiner Wohnung abgeholt und zum Flughafen gebracht werden. Zunächst wurde den Vollzugskräften des LfA und einem Mitarbeiter der Kreisverwaltung Einlass in die Wohnung des Ausreisepflichtigen gewährt. Nach dem Betreten der Wohnung bekundete der Afghane, nicht nach Schweden zu wollen. Gleichwohl machte er Anstalten, sich anzuziehen. Unvermittelt zerschlug er dann eine Glasvitrine und drohte, sich mit den Scherben zu verletzen.

Der Mann konnte überwältigt werden und wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Die zwei 34 und 48 Jahre alten Mitarbeiter des LfA wurden ebenfalls leicht verletzt, konnten jedoch nach ambulanter Behandlung entlassen werden. Die geplante Maßnahme wurde abgebrochen.

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