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Pinneberger Tageblatt

24. August 2017 | 03:07 Uhr

Kulturverein vor dem Aus?

vom

Pinneberg | Der Kulturverein Pinneberg um den musikalischen Leiter Cord Garben hat am vorigen Dienstag sein neues Programm für die Saison 2013 vorgestellt. Den Knaller bewahrte sich Vorsitzender Peter Burgdorff jedoch bis zum Schluss auf: "Ich werde nach dieser Saison zurücktreten. Ich habe das Alter, das ich mir für diesen Posten als Obergrenze gesetzt habe, erreicht", verkündete der 81-Jährige.

Das Problem: Kein Nachfolger will sich finden lassen, intern ist die ehrenamtliche Stelle nicht zu besetzen. Und auch außerhalb des Vereins scheint es derzeit keinen willigen Musikbegeisterten zu geben. "Wir haben schon viele Gespräche geführt, jedoch haben wir bis jetzt keinen finden können, der als Motor für den Verein arbeiten möchte", sagte Burgdorff. Er wartet weiterhin hoffnungsvoll auf Anrufe von Interessierten unter (0 41 01) 60 63 33.

Garben wies darauf hin, dass er als musikalischer Leiter nur ein Angebot an den Kulturverein macht. Sollte ein neuer Vorsitzender seine eigenen Kontakte und Arbeitsweisen mitbringen wollen, würde er sich zurückziehen. Der gesuchte Nachfolger muss kein Musikfachmann sein, er muss jedoch die Fähigkeit besitzen, den Verein zu führen und soll in Pinneberg vernetzt sein. Fritz Garben, zweiter Vorsitzender, erklärte: "Wir brauchen jemanden, der aus Pinneberg kommt, der eben in Laufreichweite lebt und die Gemeinschaft kennt. Wenn wir keinen finden, ist das auch ein negatives Signal an uns." Die Besucherzahlen sprechen jedoch dagegen: Konzerte von Musikern aus dem Hamburger Umfeld sowie von Weltstars füllen regelmäßig die Stuhlreihen.

Große Qualität für einen kleinen Preis, dafür steht der Kulturverein seit über 20 Jahre. Diana Damrau, Robert Krekel, das Fauré-Quartett, das Atos-Trio, die Solisten der Hamburger Philharmoniker, solche Konzerte könnte es in Zukunft nicht mehr geben? Wenn sich kein neuer Vorsitzender findet, wird der Kulturverein nach der Saison zum 1. April 2014 aufgelöst. Fritz Garben, der den Job einige Jahre gemacht hat, schloss gestern aus, noch einmal als Chef anzutreten.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 01:14 Uhr

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