Kulturverein plant neue Moschee

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02. Februar 2013, 01:14 Uhr

Uetersen | Die Rufe des Muezzin dringen durch die Lautsprecher auf die Straßen. Die vier Minarette der neuen Moschee erstrecken sich in den Himmel der Rosenstadt. Wird diese Vorstellung bald Realität? "Wir planen keine Riesen-Moschee, sondern ein Gotteshaus mit zwei Minaretten", erklärt der Vorsitzende des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, Ümit Dogan.

Der Verein, der als Gemeinde der Türkisch-Islamischen Union angeschlossen ist, hatte bei der Stadtverwaltung einen Bauantrag gestellt. An Stelle des jetzigen Gebetsraums an der Katharinenstraße, wollte der Verein ein neues Gotteshaus errichten. Mit viel Platz für Veranstaltungen. Den Antrag wird Dogan jedoch zunächst zurückziehen. Das habe die Diskussion im Bauausschuss ergeben, bestätigt Dogan im Gespräch mit dieser Zeitung. Schon seit langem sei der Verein im Gespräch mit der Stadtverwaltung, insbesondere mit Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD). "Wir hatten uns eigentlich einen anderen Standort gewünscht, aber die Stadt konnte uns nicht sagen, ob das möglich ist", so Dogan.

Die Politiker der Rosenstadt erfuhren erst anlässlich der Sitzung des Bauausschusses von den Plänen des Vereins. Die Mitglieder des Ausschusses waren überrascht. Die Reaktionen: Ablehnung und Zustimmung. "Deswegen haben wir jetzt gemeinsam vereinbart, dass wir uns in einer Gesprächsrunde zusammensetzen." Dogan setzt auf den Dialog. Den hätte er sich schon vorher gewünscht. "Doch die Stadt hat leider nie reagiert." Der Kulturverein hat derzeit etwa 190 Mitglieder. Doch nicht nur die kommen zu den Gebeten in die jetzige Gemeinde. "Wir sind ein offenes Haus", sagt Dogan.

Die Diskussionen um eine neue Moschee in Uetersen. Sie hat gerade erst begonnen.

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