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Pinneberg : Kulturverein kann auf Rettung hoffen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Ist ein Ende der Führungskrise in Sicht? Gisela Bergner will den Vorsitz des Vereins übernehmen.

shz.de von
erstellt am 18.Okt.2013 | 16:00 Uhr

Die Vorstandsnachfolge im Pinneberger Kulturverein bleibt weiterhin ungeklärt. Erst im März des kommenden Jahres – kurz vor Ablauf der Saison – wird der Verein in einer Vollversammlung über die vom scheidenden Vorsitzenden Peter Burgdorff bereits angekündigte Kandidatin entscheiden. Die hat sich während einer Mitgliederversammlung vorgestellt. Gisela Bergner, 70 Jahre, ehemalige Schulleiterin der Matthias Claudius Schule (heute Grund- und Gemeinschaftsschule im Quellental), ist die Anwärterin.

Diese Zeitung hatte im September über die Führungskrise beim Verein berichtet. „So habe ich von dem Notstand erfahren“, erklärte Bergner der Versammlung. „Einen Verein, der so erfolgreich arbeitet, sterben zu lassen, das geht nicht.“

Kurzerhand meldete sie sich bei ihrem alten Freund Peter Burgdorff als Kandidatin. Bergner stammt ursprünglich aus Berlin und lernte Burgdorff kennen als sie 1980 mit ihrem Mann nach Hamburg kam und sich in Pinneberg auf das Amt der Schulleiterin bewarb. Bergners Fächer sind Französisch und Geschichte, zu ihren Hobbies gehören das Malen von Aquarellen und Ölbildern sowie Theaterspiel. Der Kontakt mit Musik hält sich – bis jetzt – in Grenzen: „Ich durfte nur einmal die Rolle einer Frau, die nicht singen kann, spielen“, gesteht Bergner. Das Talent zum Organisieren bringt sie aus ihrem Beruf mit: 27 Jahre lang leitete sie die heutige GuGS. Und auch nach ihrer Berufszeit kann sie sich von der Pädagogik nicht lösen. Seit drei Jahren ist Bergner in dem Verein „Seniors in School“ (SiS) aktiv und kümmert sich um die Mediation an Problemschulen.

Fritz Garben, stellvertretender Vorsitzender des Vereins, freut sich sehr über die Kandidatur: „Wir sind glücklich und gehen davon aus, dass Gisela Bergner als neue Vorsitzende bestätigt wird.“ Auch mit dem breiten Spektrum, welches Bergner aus der französischen Literatur und der Geschichte mitbringt, ist man zufrieden. „Wir sind ja nicht festgelegt auf Musik“, so Garben. „Früher hatten wir auch Lesungen und Ausstellungen im Programm, die haben sich nur leider nicht getragen.“ Möglicher Ansatz für eine erneute Erweiterung des Spektrums? Pinnebergs Kulturliebhaber dürfen gespannt sein. Mit der Musik hat der Kulturverein jedenfalls einen Volltreffer gelandet: Mittlerweile sind die Besucherzahlen auf etwa 130 bis 150 pro Konzert gestiegen. „Ich wünsche mir, dass der Kulturverein weiterhin so blüht und lebt wie in der Vergangenheit und dass die Pinneberger weiterhin die Arbeit des Vereins so anerkennen“, schloss Bergner.

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