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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 14:01 Uhr

Kulturpreis wird auch 2014 verliehen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Nach monatelangem Streit: Politik stellt neue Fachjury zusammen / Verwaltung nimmt Kandidatenvorschläge bis Ende Mai entgegen

von
erstellt am 16.Apr.2014 | 16:00 Uhr

Die seit vergangenem Sommer andauernde Debatte um die Verleihung des Kulturpreises des Kreises Pinneberg neigt sich dem Ende: Nachdem immer mehr Künstler sich darüber mokiert hatten, dass der erst seit wenigen Jahren in Wedel lebende Dirigent Reinhard Petersen im vergangenen Jahr mit dem Anerkennungspreis geehrt worden war, änderte der Pinneberger Kreistag nach zum Teil langen Debatten im Ausschuss für Schule, Kultur und Sport, am „Runden Tisch Kultur“ sowie hinter verschlossenen Türen Ende Februar die Vergaberichtlinien. Wie berichtet, brachte das die neunköpfige Fachjury – darunter waren auch der stellvertretende Vorsitzende Bernd Kraske und der Musik-Sprecher Gerhard Folkerts – so auf Zinne, dass sie in einem öffentlichen Brief erklärten, nicht mehr weiter Mitglied in dem Gremium sein zu wollen. Kraske, Folkerts & Co. fühlten sich durch die geänderten Vergaberichtlinien von der Politik bevormundet, gar überwacht – weil die neuen Normen nun vorsehen, dass jede Fraktion im Pinneberger Kreistag ein Mitglied in die Jury entsenden kann. Nachdem die Fachjurymitglieder das von der Politik unterbreitete Gesprächsangebot ablehnten, einigten sich CDU, SPD, Grüne und FDP während der jüngsten Sitzung des Ausschuss für Schule, Kultur und Sport darauf, neue Mitglieder für die Fachjury zu suchen. Das teilte gestern die Ausschussvorsitzende Kerstin Seyfert (Foto, CDU) mit.

Da der Tagesordnungspunkt „Besetzung Kulturpreisjury“ im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung behandelt wurde, wollte sich Seyfert gestern nicht näher zu Namen äußern. Nur so viel: Die Politik habe über Kandidaten für die Fachjury gesprochen, sich auf eine Liste mit Personen geeinigt und nun gingen die kulturpolitischen Sprecher sowie die Kreisverwaltung auf eben jene Kulturschaffenden zu und fragten an, ob diese in der Jury mitwirken möchten. Allerdings, so viel verriet Seyfert im Gespräch mit dieser Zeitung: „Aus dem Kreis der Zurückgetretenen werden sich wohl zwei oder drei Personen bereit erklären, doch noch einmal mitzuarbeiten.“

Sollte alles nach Plan verlaufen, könnte die Jury schon am Dienstag, 3. Juni, zur konstituierenden Sitzung zusammenkommen und bereits am Dienstag, 1. Juli, über die Preisträger 2014 beraten. Denn seit heute nimmt die Kreisverwaltung Vorschläge für Kandidaten entgegen: Sowohl Einzelpersonen als auch Gruppen können laut Vergaberichtlinien die Preise für besondere künstlerische Leistungen in den Bereichen Bildende Kunst, Musik sowie Literatur und darstellende Kunst erhalten – sofern sie mit ihrem Wirken einen „besonderen Beitrag zur Bereicherung des kulturellen Lebens mit Bezug zum Kreis Pinneberg erbracht haben“, sagte Verwaltungssprecher Marc Trampe. Der Anerkennungspreis ist wie im Vorjahr mit 5000 Euro dotiert, der Förderpreis für den künstlerischen Nachwuchs mit 2500 Euro.

Wer jemanden vorschlagen möchte, möge bis Sonnabend, 31. Mai, den Namen des Kandidaten, dessen Postanschrift und den Lebenslauf des Kulturschaffenden beim Fachdienst Jugend und Bildung, Kurt-Wagener-Straße 11, 25335 Elmshorn, einreichen. „Dem Vorschlag ist eine Aufstellung der Leistungen sowie eine Begründung für die Preiswürdigkeit beizufügen“, ergänzte Trampe. Zudem sei das Mitsenden von Textproben, Musik- oder Sprachkassetten, Schallplatten oder CDs, Fotos von künstlerischen Arbeiten oder Kritiken und Besprechungen als Belege für die Leistungen mitzusenden. Mehr Infos zum Kulturpreis erteilt Alexandra Kugler unter der Rufnummer (0 41 21) 45 02 33 23. Die Vergaberichtlinien sind online einsehbar. >

www.kreis-pinneberg.de


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