Kulturpreis-Jury: Bremer abgewählt

Stefanie Fricke (links), künstlerische Leiterin der Drostei, und Christiane Schedelgarn, Vorsitzende der Künstlergilde Kreis Pinneberg, begrüßten zur Vernissage etwa 100 Besucher.
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Stefanie Fricke (links), künstlerische Leiterin der Drostei, und Christiane Schedelgarn, Vorsitzende der Künstlergilde Kreis Pinneberg, begrüßten zur Vernissage etwa 100 Besucher.

Stefanie Fricke von der Drostei übernimmt den Vorsitz / FDP-Urgestein muss nach 15 Jahren seinen Platz räumen

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05. Juni 2014, 13:16 Uhr

Der Kulturpreis-Streit: Im März traten neun Mitglieder aus der Jury zurück. Am Mittwochabend wurde der amtierende Vorsitzende in der Drostei abgewählt. Klaus Bremer (Foto), FDP-Urgestein und seit 15 Jahren Vorsitzender der Jury, die über die Vergabe des Kreiskulturpreises entscheidet, muss seinen Platz räumen. „Damit muss ich leben. Ich habe ganz bestimmt einige Kollegen mit meinen manchmal ironischen und zynischen Bemerkungen vor den Kopf gestoßen.“

Bremer war zudem ein bekennender Gegner der neuen Richtlinien für die Vergabe des Preises. „Das hat sicher auch eine Rolle gespielt“, sagte der 71-Jährige gestern. Er hatte schon damit gerechnet, dass es eine Kampfkandidatur um den Vorsitz bei der konstituierenden Sitzung des Gremiums geben wird. Stefanie Fricke (Foto), künstlerische Leiterin der Drostei, trat gegen den ewigen Vorsitzenden an – und gewann. Zum Stellvertreter wurde der Pianist und Kreiskulturpreisträger Rainer Schnelle bestimmt.

„Ich danke Herrn Bremer für seine Arbeit und seinen unermüdlichen Einsatz“, sagte die Kreis-Kulturausschussvorsitzende Kerstin Seyfert (CDU). Gleichzeitig freute sie sich aber auch über den gelungenen Neustart. „Mit der Kuratorin der Drostei und einem Künstler und Preisträger in der Führungsspitze sind wir sehr gut aufgestellt.

Seyfert betonte noch einmal, dass der Kulturpreis aufgewertet werden soll. Zudem solle er endlich einen Namen bekommen. „20 Vorschläge liegen uns vor“, sagte die Ausschussvorsitzende. Jetzt soll eine Entscheidung fallen. An den vom Kreistag im Februar beschlossenen neuen Richtlinien hatte sich ein heftiger Streit entzündet.

Neben Politikern werden in Zukunft nun auch Fachleute in die Jury berufen. Über alle eingereichten Vorschläge soll beraten werden. „Die Nagelprobe kommt Anfang Juli, wenn die Kandidaten vorgestellt werden“, unkte Bremer. Er ist zwar nicht mehr Vorsitzender, aber nach wie vor Mitglied der Jury.

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