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Pinneberger Tageblatt

14. Dezember 2017 | 11:45 Uhr

Kulturförderung: Nicht alle bekommen Geld

vom

shz.de von
erstellt am 15.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Da hatte der Vergabeausschuss eine schwere Aufgabe: Kultureinrichtungen im Kreis Pinneberg hatten Anträge für Zuschüsse in Höhe von insgesamt 190 000 Euro beim Kreis eingereicht. Das Problem: Nur 100 000 Euro sind im Topf. Eine pauschale Kürzung kam für den Vergabeausschuss nicht in Betracht. Für die Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport am Donnerstag, 16. Mai, in der Pinneberger Drostei hat er einen Vorschlag unterbreitet, der nicht alle berücksichtigt, die gern Geld gehabt hätten. So manche Einrichtung wird wohl mit null Euro nach Hause gehen.

43 Kulturschaffende - Museen, Künstler, Vereine - hatten 85 verschiedene Veranstaltungen für eine Förderung durch den Kreis angemeldet. 29-mal hat der Vergabeausschuss nein gesagt. Mal wurden Anträge zu spät eingereicht, mal waren die Veranstaltungen im Sinne der Kulturförderrichtlinien des Kreises nicht unterstützungswürdig. Werbung, Fahrtkosten, Dekoration - auch dafür gibt es grundsätzlich kein Geld. Und wessen Unterlagen nicht vollständig vorlagen, muss sich auch nicht wundern, wenn es von Seiten des Kreises keine Zuschüsse gibt.

Doch nicht immer waren die Entscheidungen so einfach. Das Vergabegremium hat bei seinem Vorschlag auch Veranstaltungen von der Liste genommen, obwohl diese dem Grundsatz nach förderungsfähig im Sinne der Kulturförderungsrichtlinie sind. Sehr deutlich trifft es die Ernst-Barlach-Museumsgesellschaft in Wedel. 27 000 Euro hätte die Gesellschaft gern gehabt. Mit 9400 Euro wird sie sich zufrieden geben müssen. Sowohl für eine geplante Ausstellung "Markus Lüpertz" als auch für die Schau "Dreamtime - Die Kunst der Arborigines" gibt es keinen Cent. Zwei von vier Ausstellungen hat die Galerie Atelier III ins Barmstedt durchbekommen. Mehr als 9500 Euro fließt auf die Schlossinsel. 3050 Euro an "Einbußen" müssen die Freunde der Kammermusik Quickborn verkraften. Auch das Kreiskulturzentrum Drostei in Pinneberg ist nicht mit allen Veranstaltungen erfolgreich gewesen.

Es gibt allerdings nicht nur "Verlierer" . Alles richtig hat anscheinend der Förderverein Kammerchor Wedel gemacht. 2800 Euro hat er beantragt. Und die soll er auch bekommen.

Ob der Ausschuss für Schule, Kultur und Sport dem Vorschlag des Vergabegremiums folgt, entscheidet sich am Donnerstag in der Drostei. Die Sitzung beginnt um 18.30 Uhr. Die Politiker werden sich zudem mit einem möglichen Ausbau der Heidewegschule befassen.

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