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Pinneberger Tageblatt

17. November 2017 | 18:55 Uhr

„Kürzungen sind ein Unding“

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kita Regenbogen Ausschuss für Kinder, Schule und Jugend kippt geplante Streichung der Finanzmittel in Höhe von 67 000 Euro

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2017 | 16:00 Uhr

„Wir würden gern alles genehmigen und den Schulen und Kitas alles ermöglichen, was sie sich wünschen, aber wir müssen auch den gesamten Haushalt im Auge behalten und sind angehalten, zu sparen“, erläuterte Fachbereichsleiterin Marlies Sohrt im Ausschuss für Kinder, Schule und Jugend die von der Verwaltung vorgeschlagenen Einsparungen für Halstenbek. Das sah Kathleen Unterspann (Grüne) anders: „Wir sind hier der Schulausschuss und geben eine Empfehlung ab. Wir sitzen hier nicht mit unseren Finanzausschusskappen, sondern entscheiden, was wir am sinnvollsten finden.“

Hitzig diskutiert wurde der Haushaltsvoranschlag der Kindertagesstätte Regenbogen. Die Verwaltung hatte 45  000 Euro für pädagogische Personalkosten sowie 2000    Euro für Hauswirtschaft und Handwerker gekürzt. Hinzu kamen zahlreiche kleinere Posten. „Im vergangenen Jahr hatte die Kita einen Überschuss von mehr als 60  000 Euro. Da die Personalkosten deutlich geringer waren, haben wir den Ansatz reduziert“, erläuterte Sohrt. Das stieß nicht nur bei der Politik auf Unverständnis. „Ich war geplättet, als ich die Vorlage gesehen habe. Dass gekürzt wird, ist klar, aber nicht in so einem Maße. Wir haben keinerlei Puffer eingeplant“, sagte Kirsten Osius, Geschäftsführerin der Kita Regenbogen. Im ersten Entwurf habe die Verwaltung 27  000 Euro gestrichen. Der Gegenvorschlag habe Kürzungen in Höhe von 16  000    Euro vorgesehen. „Dass es am Ende 67  000 Euro sind, ist ein Unding. Wenn ich die Kürzungen sehe, dann kommen wir nicht hin“, warnte Osius. Der Verein Kindertagesstätte Regenbogen sei nicht in der Lage, einen Monat die Gehälter zu überbrücken. „Wenn wir einen Nachtrag stellen müssen und nicht schnell entschieden wird, bekommen wir akute Problem“, so Osius. Da im kommenden Jahr alle Stellen besetzt werden sollen, sei die komplette Summe notwendig.

„Frau Sorth, ich finde es schade, wie Sie mit der Kita Regenbogen umgehen. Ich finde es schade, dass es zu solchen Diskussionen kommen muss. Eine bessere Absprache wäre wünschenswert“, kritisierte Garnet Osius-Schibbe (CDU) die Fachbereichsleiterin direkt. Sorth räumte ein: „Die Absprachen sind etwas quer gelaufen. Das wird im kommenden Jahr wieder anders aussehen.“ „Da die Personalkosten im vergangenen Jahr aufgrund von Langzeiterkrankungen gesunken sind, handelt es sich nicht um Einsparmöglichkeiten, sondern um Minderausgaben“, kommentierte Wolfgang Pipping (FDP). Auch Helmuth Ahrens (CDU) merkte an: „Pädagogisches Personal einzusparen, finde ich sehr bedenklich.“ Einstimmig stimmten die Fraktionen daher dafür, die Kürzung komplett zu streichen und den Betriebskostenzuschuss in Höhe von 492  095  Euro komplett zu zahlen – so die Empfehlung des Ausschusses für Kinder, Schule und Jugend an den Finanzausschuss.

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