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Kreisumlage: Krisen-Gipfel wird zum Friedens-Gipfel

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Konstruktiv, sachlich, wertschätzend: Die Adjektive, die die Protagonisten gestern nach dem Kreisumlagen-Gipfeltreffen im Elmshorner Rathaus wählten, klingen versöhnlich – auch wenn es zu keiner Einigung kam. Die Kommunen pochen weiter auf eine Senkung der Abgabe. Kreisverwaltung und die Mehrheit der Kreispolitik sehen keinen Handlungsbedarf. Auf Einladung von Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (parteilos) hatten sich gestern Vormittag sämtliche Amtsdirektoren sowie Verwaltungschefs der Städte im Kreis Pinneberg mit Landrat Oliver Stolz (parteilos) und den Vorsitzenden der Kreistagsfraktionen getroffen.

„Es ist deutlich geworden, dass mit der Genehmigung des Doppelhaushaltes und dem Fortbestehen des Konsolidierungsvertrages mit dem Land über eine mögliche Senkung der Kreisumlage frühestens Mitte 2018 nachgedacht werden könnte“, sagte Stolz. Als ein Ergebnis des Treffens benannte Hatje im Gespräch mit unserer Zeitung, dass alle Seiten den „konstruktiven Dialog“ fortsetzen wollen. Zu diesem Zweck solle eine Arbeitsgruppe gegründet werden, welche die zunächst jährlich geplanten kommunalen Gipfeltreffen vorbereitet.

Ein Thema bei den künftigen Gesprächen dürften die Kitas werden. „Wir haben den Wunsch, dass sich der Kreis an den Baukosten beteiligt. Diese belasten alle Kommunen sehr“, sagte Hatje, der einen besseren interkommunalen Zusammenhalt im Kreis Pinneberg einforderte.

Trotz der versöhnlichen Klänge von gestern erwägt Moorreges Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg (CDU) weiterhin, gegen die hohe Kreisumlage zu klagen. Das bestätigte er auf Anfrage. Er kritisierte auch, dass Ehrenamtler wie er, nicht eingeladen wurden.

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erstellt am 11.Feb.2017 | 16:00 Uhr

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