zur Navigation springen
Pinneberger Tageblatt

19. Oktober 2017 | 15:24 Uhr

Umfrage : Kreisstadt bald ohne Kultur?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Pinneberg könnte ab 2015 ohne kulturellen Anlaufpunkt sein. Die Bürger finden das „schlimm“ und „schade“.

pinneberg | Zumindest die Theatersaison 2014/2015 ist noch gerettet – bis zum kommenden Jahr wird die historische Ernst-Paasch-Halle an der Lindenstraße nicht verkauft. Doch wie es danach weitergeht, steht in den Sternen. Die Pläne zum Bau eines Kulturzentrums wurden von der hochverschuldeten Stadt jedenfalls auf Eis gelegt. Dabei wünschen sich die Pinneberger einen kulturellen Platz ihrer Stadt. „Es ist schlimm genug, dass es so etwas in Pinneberg nicht gibt“, findet zm Beispiel Götz Griesch (73) aus Borstel-Hohenraden. Findet sich für die Theatergruppen Pinnebergs keine Lösung, müssten diese ihre Spielstätten in angrenzenden Gebieten suchen, was Birthe Thies (49) aus Pinneberg unmöglich fände: „Als Kreisstadt muss man schon etwas bieten und nicht immer nur nehmen“, sagt sie. Eine Umsiedlung der Theatergruppen in das Jugendzentrum Geschwister-Scholl-Haus an der Bahnhofstraße ist auch keine dauerhafte Lösung: Die Theatergruppe Pinneberger Bühnen, die ihre Stücke in dem Jugendzentrum präsentiert, füllt dieses aus – da bleibt kein Platz für das Forum Theater aus der Paasch-Halle. Ein Kulturzentrum würde die Menschen auch näher zusammen bringen, findet Tim Sick (25), ebenfalls ein Pinneberger, der es schade fände, wenn es die Ernst-Paasch-Halle nicht mehr geben würde. „Ich kenne die Halle von früher, da meine Freundin da spielte“, sagt er. Auch die gebürtige Pinnebergin Bärbel Poggensee (64) findet es besonders schade für die Jugendlichen der Stadt Pinneberg. „Besonders der jungen Generation wird hier nichts geboten“.

Die befragten Pinneberger sind also für ein Kulturzentrum in ihrer Stadt und finden es wichtig, dass es einen zentralen Ort gibt, an dem sich Theater- und Kulturfreunde treffen können – doch die Umsetzung ist derzeit mehr denn je fraglich.

Karte
zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen