Kreis Pinneberg : Kreissportverband fürchtet Mindestlohn

Sie hat bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD im Bund für den Mindestlohn gestritten: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).
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Sie hat bei den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD im Bund für den Mindestlohn gestritten: Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD).

Sollten auch Übungsleiter betroffen sein, entstünden Mehrkosten für die Vereine - und die wären nur schwer bezahlbar, so Vereinschef Sönke Hansen.

shz.de von
01. Februar 2014, 06:00 Uhr

Der Kreissportverband Pinneberg (KSV) fürchtet sich vor der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns. „Denn dann stellt sich die Frage: Wer ist Arbeitnehmer im Sinne des Mindestlohngesetzes?“, so Geschäftsführer Karsten Tiedemann gestern während eines Pressegesprächs mit Barbara Ostmeier, der sportpolitischen Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion.

Übungsleiter in Sportvereinen erhalten eine Aufwandsentschädigung, für die sie keine Steuern zahlen müssen – sofern diese den Betrag von 2400 Euro jährlich nicht überschreitet.

„Der Mindestlohn darf die Übungsleiter im Sport nicht treffen“, so KSV-Chef Sönke Hansen. Denn das könnten sich die Sportvereine nicht leisten. Zwar sei im Koalitionsvertrag festgehalten, dass der Mindestlohn nicht für ehrenamtliche Tätigkeiten gelten solle, doch ob Übungsleiter dazu zählten sei nicht definiert. Das Einkommenssteuergesetz, durch das diese derzeit bis zu 2400 Euro jährlich steuerfrei erhalten dürfen, bezeichnet ihre Arbeit als „nebenberufliche Tätigkeit“. „Wir fürchten, dass jemand sagt ‚Übungsleiter bekommen Gehalt und brauchen einen Mindestlohn‘“, so Hansen. Das müsse verhindert werden.

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