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Kreis Pinneberg : Kreisjugendfeuerwehr: Nachwuchs mit Verantwortung

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bennet Roschinski aus Klein Offenseth-Sparrieshoop löst Maike Pagelkopf als Gruppenleiter ab.

Kreis Pinneberg | Trotz seines jugendlichen Alters hat er bereits reichlich Erfahrung in Führungsaufgaben bei der Jugendfeuerwehr. Bennet Roschinski aus Klein Offenseth-Sparrieshoop trat vor fünf Jahren in die Jungretter-Truppe ein und übernahm sofort den Posten des Schriftwarts. Danach wurde er Gruppenführer und vor zwei Jahren übernahm er die Leitung. Jetzt kommt ein weiteres Amt dazu: Am Wochenende wurde der 17-Jährige zum Gruppenleiter des Kreisjugendfeuerwehrausschusses gewählt. In einer Kampfabstimmung setzte sich der 17-Jährige gegen Julian Collatz (Hasloh), Pascal Krebs (Ellerhoop) und in einem zweiten Wahlgang gegen Nick Köhler (Appen) durch.

Neu im Ausschuss sind auch Alfred Pagelkopf aus Uetersen, der den Fachwart Finanzen Frank Thomsen ablöst, sowie Volker Tank aus Appen, der den Posten des Fachwarts Bildung von Hans-Henning Vollborn übernimmt. Jan Sudeck aus Moorrege bleibt Fachwart Wettbewerbe, und die Ellerbekerin Gerlinde Langeloh wird für weitere zwei Jahre das Amt der Beisitzerin ausüben. „Ich will mich und meine Ideen einbringen“, sagte der neue Kreisjugendgruppenleiter Roschinski, der eine Ausbildung zum Gas- und Wasserinstallateur absolviert.

Während der Versammlung am Sonnabendnachmittag in der Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch-Ahrenlohe hatte Kreisjugendfeuerwehrwart Ernst-Niko Koberg vor den Wahlen die bisherige Gruppenleiterin Maike Pagelkopf verabschiedet. Ein Jahr lang übte die Uetersenerin das Amt aus. Wieder zur Wahl antreten durfte sie nicht, denn im September 2014 wurde sie 18 Jahre alt und trat in die aktive Wehr über. „Meine Aufgabe hat mir großen Spaß gemacht. Ich habe viele neue Leute kennengelernt und erfahren, dass die Dienste und Übungen der Jugendfeuerwehren im Kreis sehr unterschiedlich sind“, sagte sie. Frank Thomsen aus Klein Nordende, der sechs Jahre das Amt des Fachwarts Finanzen ausübte, ergänzte: „Es ist gut für die Erwachsenen, dass die Leitung ein junger Mensch übernimmt. Dieser kann in das Gremium andere Sichtweisen und Impulse einbringen.“

In seinem Jahresbericht hatte Koberg vor den 74 Delegierten, Jugendbetreuern, Kreisbrandmeister Frank Homrich, Ehrenkreisbrandmeister Bernd Affeldt, Kreispräsident Burkhard Tiemann und Vertretern aus der Politik eine Reihe von Daten genannt. Die Entwicklung der Mitgliederzahlen der 37 Jugendfeuerwehren im Kreis sei im Vergleich zu 2013 fast unverändert geblieben, führte er aus. 734 Mädchen und Jungen sind zurzeit in den Jungretter-Riegen aktiv, die meisten davon in der Gruppe der Zwölf- bis 14-Jährigen. In die aktiven Wehren wurden im vorigen Jahr 72 Jugendliche übernommen.

„In 28 Jugendfeuerwehren haben wir keine Nachwuchssorgen. Dagegen stehen neun, die sich Gedanken machen, wie es weitergehen wird. Diese Sorgen wollen und müssen wir ernst nehmen“, mahnte Koberg. Erfreut zeigte sich der Kreisjugendfeuerwehrwart über die zahlreichen Spenden von Betrieben und Instituten, darunter 6000 Euro aus der Zeitungsbeilage „Unsere Feuerwehren im Kreis Pinneberg“ vom A. Beig-Verlag und den Uetersener Nachrichten sowie 8500 Euro aus dem Jugendfeuerwehrfond der Sparkasse Südholstein.

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