Pinneberg : Kreishaus-Abriss steht bevor

Wo jetzt noch das Kreishaus steht, sollen Ende 2015 119 Wohnungen bezugsfertig sein.
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Wo jetzt noch das Kreishaus steht, sollen Ende 2015 119 Wohnungen bezugsfertig sein.

Millionen-Projekt: Nach erheblichen Verzögerungen will Investor Michael Demandt die Bagger rollen lassen

shz.de von
28. Juni 2014, 10:30 Uhr

Die Kreisverwaltung ist seit Oktober 2011 raus. Den Bauantrag hat Investor Michael Demandt seit Monaten in der Tasche. Von Baggern dennoch keine Spur. Das alte Kreishaus an der Moltkestraße steht seit drei Jahren leer – ein Schandfleck im Herzen der City. Jetzt soll es endlich losgehen. Das kündigt Demandt im Gespräch mit dieser Zeitung an: „Ab Mitte Juli wird abgerissen, bis Winter wollen wir damit fertig sein.“

Eine Ankündigung, die bei der Stadtverwaltung gut ankommt. „Wir warten auf den Baubeginn, Herr Demandt kann jederzeit loslegen“, so Bauamtschef Klaus Stieghost gestern. Alle notwendigen Formalitäten seien erledigt. Er habe das Signal, dass auch die Finanzierung des Projekts steht. Demandt ist einer der beiden Investoren, die Ende 2011 den Zuschlag für das ehemalige Kreishaus-Areal bekommen hatten. Die Genossenschaft GeWoGe war ebenfalls zum Zuge gekommen – sie hat längst mit dem Bau von 32 Wohneinheiten begonnen.

2,59 Millionen Euro hatte Demandt sich sein 8800 Quadratmeter großes Grundstück zwischen Drosteipark und Moltkestraße kosten lassen. Seine Planung sieht den Bau von 119 Wohnungen vor. 40 Prozent davon öffentlich gefördert. Das Investitionsvolumen wird auf 16 Millionen Euro geschätzt.

Demandt hatte schon 2013 angekündigt, mit den Bauarbeiten beginnen zu wollen. Nach den Gründen für die Verzögerung befragt, sagt der Rendsburger Unternehmer: „Wir hatten woanders viel zu tun.“

Demandt ist in Pinneberg kein Unbekannter. Er hatte 2010 die St.-Pius-Kirche abgerissen und an der Feldstraße in Pinneberg altengerechte Wohnungen hochgezogen.

Die Bauzeit für das Kreishaus-Projekt veranschlagt Demandt auf 18 Monate. Voraussichtlich Ende 2015 seien die Gebäude bezugsfertig. Stieghorst freut sich auf eine Belebung der City: „Das Projekt kann unserer Innenstadt nur gut tun.“

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