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Vereine in Sorge : Kreis will Unterstützung streichen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Kreisverwaltung schlägt eine massive Kürzung der Sportstättenförderung vor. Drei Bauprojekte stehen auf der Kippe.

Drei große Sportvorhaben im Kreis Pinneberg sind vom Aus bedroht: die neue Halle des Elmshorner MTV, die Fußballplätze samt Hochbauten von Union Tornesch und das Bootshaus des Elmshorner Ruderclubs. Diese Maßnahmen mit einem Finanzvolumen von zusammen rund acht Millionen Euro könnten aus der Sportstättenförderung des Kreises Pinneberg herausfallen. Für das Haushaltsjahr 2014 geht es um Kreiszuschüsse in Höhe von 337 600 Euro.

Die Streichung der Zuschüsse schlägt die Kreisverwaltung in der Vorlage zur heutigen Sitzung des Ausschusses für Schule, Kultur und Sport in der Appener Heideweg-Schule vor. „Für die Vorhaben (...) stehen keine ausreichenden Mittel zur Verfügung“, heißt es darin.

Die Begründung: Aufgrund des Finanzausgleichsgesetzes müsse der Kreis bei der Ausweitung oder Neuaufnahme einer freiwilligen Leistung einen Kompensationsvorschlag benennen. Diese seien weder 2014 noch in den drei darauffolgenden Jahren ersichtlich. Dabei hatte der Sportausschuss vor ziemlich genau einem Jahr – wenn auch noch in anderer personeller Besetzung – einstimmig beschlossen, die Sportförderung nicht in das Konsolidierungskonzept aufzunehmen.

Dies sei auch nicht geschehen, sagt Marc Trampe, Sprecher der Kreisverwaltung. Für Investitionsförderungen sind im Haushalt 2014 wie in den Vorjahren 300 000 Euro sowie 60 000 Euro für Sanierungen vorgesehen. „Die Sportförderung ist von daher nicht Bestandteil des Konsolidierungsvertrags“, betont Trampe. Bei einer Erhöhung des Ansatzes müsse aber ein Ausgleich gefunden werden.

Weil die Weiterfinanzierung bereits angelaufener Maßnahmen Vorrang hat, sind von den 300 000 Euro bereits 218 000 Euro für den TSV Sparrieshoop (Sporthallenbau), SV Lieth (Bau Kunstrasenplatz), EMTV (Erweiterung Studio Vie Vitale) und Cosmos Wedel (Bau Aufenthaltsraum) gebunden. An neuen Maßnahmen könnten laut vorgelegter Prioritätenliste kommendes Jahr der Kummerfelder SV für die Umrüstung der Tennisplätze auf einen ganzjährig bespielbaren Belag, der MTV Ellerhoop für den Neubau eines Lagerraums und der Heidgrabener SV für den Bau eines Fußballplatzes mit insgesamt 63 300 Euro bedacht werden.

Auch der Kreissportverband Pinneberg ist involviert. Dessen Geschäftsführer Karsten Tiedemann sagt: „Wir hoffen, dass die Politik jetzt im Kreishaushalt nach Kompensationsmöglichkeiten sucht und die vorhandenen Restmittel zumindest für die Anfinanzierung bereitstellt.“ Er fordert, den nicht ausgeschöpften Ansatz für Sanierungen teilweise in die Investitionsförderung zu übertragen. Die betroffenen Vereine sind in Sorge.

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erstellt am 12.Sep.2013 | 06:00 Uhr

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