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Neue Funktionen und neues Design : Kreis Pinneberg stellt Gebrauchtbörse „Plietsch Platz“ überarbeitet online

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Start für das neue „Plietsch Platz“ ist am kommenden Dienstag. Im Schnitt gibt es 1800 Aufrufe pro Tag.

Kreis Pinneberg | Gut neun Monate lang haben Marko Hoffmann, Öffentlichkeitsarbeit des Fachdienstes Bürgerservice, und Auszubildende Rebecca von Holten an der Neugestaltung der Online-Gebräuchtbörse gearbeitet, die vom Bürgerservice des Kreises Pinneberg betreut wird. Am Dienstag, 27. Oktober, soll sie mit dem neuen Namen „Plietsch Platz“, neuen Funktionen und neuem Design offiziell an den Start gehen.

„Anfang des Jahres haben wir überlegt, ob wir die Plattform überhaupt weiter betreiben wollen“, erinnert sich Hoffmann. Die Hauptgründe, die dafür sprachen, waren die Regionalität der Angebote und die soziale Komponente. „Die Hälfte der Menschen, die die Gebrauchtbörse nutzt, kommt aus angespannten sozialen Verhältnissen“, weiß Hoffmann aus Erfahrung.

Nach acht Jahren sei es aber auch Zeit gewesen, die grafische Gestaltung zu ändern und auch den technischen Stand der heutigen Internetnutzung anzupassen. „Wir sind damals mit einer Exceltabelle gestartet, die wir akribisch gepflegt haben“, sagt Hoffmann. Heute können die Nutzer der Plattform ihre Angebote selbst einstellen, ändern, beenden und sich per E-Mail informieren lassen, wenn neue Angebote zu ihrem Suchbegriff eingehen. Eine App für mobile Geräte werde derzeit entwickelt.

„Wir haben uns bei den großen kommerziellen Anbietern orientiert“, erläutert von Holten. Diese seien zwar deutlich später als der Kreis Pinneberg gestartet, der als einer der ersten Kreise in Deutschland eine Gebrauchtbörse eingerichtet hatte, seien aber technisch vorbeigezogen. Direkt konkurrieren will Hoffmann mit diesen nicht: „Das können wir personell nicht und wir haben eine ganz andere Zielrichtung. Wir setzen dabei auf Regionalität.“

Elementare Änderung ab Dienstag

1000 Angebote finden sich auf der Internetseite. Etwa 1800-mal werde sie täglich aufgerufen. Wenn am kommenden Dienstag die neue Internetseite online geht, gibt es für Anbieter eine elementare Änderung: Sie müssen sich registrieren. Erst danach können Angebote eingestellt werden. Die Freischaltung der Angebote erfolgt nach der Prüfung durch den Kreis Pinneberg.

„Wir haben die Eingabe deutlich vereinfacht. Es soll sekundenschnell gehen“, beschreibt von Holten die neue Funktionalität. Zudem seien künftig bis zu drei Fotos pro Angebot möglich. Wurde bisher offiziell nur getauscht, kann künftig auch verkauft werden – bis zu einem Preis von 25 Euro. Der Wert der eingestellten Waren soll aber 100 Euro nicht überschreiten. „Dann gibt es andere Anbieter, die deutlich besser geeignet sind“, sagt Hoffmann.

Doch auch inhaltlich wird die Gebrauchtbörse wachsen. „Wir wollen die Themen Verleihen, Vermieten und Reparieren stärker integrieren“, erläutert Hoffmann. Künftig können Privatpersonen und Unternehmen Leih- und Mietangebote – auch kostenpflichtige – in der Onlinebörse präsentieren. „Es muss sich nicht jeder einen Gartenschredder anschaffen oder einen Hochzeitsanzug kaufen“, sagt Hoffmann. Zudem sollen die Repair-Cafés aus der Region gesondert präsentiert werden. „Wir wollen aber auch kleine und mittelständische Unternehmen aufnehmen, die noch selbst reparieren“, sagt Hoffmann. Vereine und soziale Initiativen können ihre Spendenaufrufe dort auch einstellen. Darüber hinaus werden Flohmärkte – auch Garagenflohmärkte – und Haushaltsauflösungen gelistet. „Wir wollen Schnäppchenjäger und Menschen mit einem sozialen und ökologischen Gewissen ansprechen“, sagt Hoffmann. Das Motto des Angebots zur Abfallvermeidung: „Zum Wegwerfen zu schade."

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erstellt am 23.Okt.2015 | 10:00 Uhr

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