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Mit interaktiver Karte : Kreis Pinneberg: Saisonaler Rückenwind auf dem Arbeitsmarkt

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Im Mai sank die Quote im Kreis Pinneberg von 5,3 auf 5,2 Prozent. Noch 683 unbesetzte Ausbildungsplätze.

Kreis Pinneberg | Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Pinneberg ist im Mai um 120 gesunken. Damit sind derzeit 8825 Männer und Frauen arbeitslos. Dies hat die Arbeitsagentur Elmshorn gestern in ihrem Arbeitsmarktbericht mitgeteilt. Somit ist auch die Arbeitslosenquote auf 5,2 Prozent zurückgegangen. Im April hatte sie 5,3 Prozent betragen. Im Vorjahresmonat waren es weniger: 5,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind 188 Menschen mehr arbeitslos gewesen. Insgesamt habe der saisonale Rückenwind im Mai aber zu einem weiteren Abbau der Arbeitslosigkeit geführt, teilte die Agentur für Arbeit Elmshorn mit.

„Durch die Zuwanderung werden wir in den kommenden Monaten mit Zuwächsen bei den Arbeitslosenzahlen rechnen müssen“, kündigte Thomas Kenntemich, Leiter der Elmshorner Agentur für Arbeit, an. Arbeit sei ein guter Weg zur Integration, der jedoch für die meisten Asylbewerber über Deutschkurse und Qualifizierungen langfristig und nachhaltig vorbereitet werden müsse. „Die höhere Arbeitslosenzahl macht die vielen menschlichen Schicksale deutlich, um die wir uns kümmern müssen“, so Kenntemich. Der Arbeitsmarkt sei derzeit aber in einer starken Verfassung. Er biete dadurch große Chancen auch für Zuwanderer. Zu den 8825 Arbeitslosen kamen im Mai noch weitere 2620 Menschen, die ohne Arbeit waren. Zum Beispiel, weil sie sich derzeit qualifizieren oder vorübergehend arbeitsunfähig sind. Insgesamt 11  445 Personen befanden sich damit im Kreis Pinneberg in Unterbeschäftigung.

In den ersten fünf Monaten des Jahres wurden noch einmal deutlich mehr Arbeitskräfte nachgefragt als vor einem Jahr. Aktuell werden besonders Erzieher und Sozialpädagogen, Gärtner im Garten- und Landschaftsbau, Sicherheitsfachkräfte sowie Bürofachkräfte gesucht.

 

Arbeitgeber gaben dem gemeinsamen Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Elmshorn und des Jobcenters Kreis Pinneberg 562 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen neu zur Besetzung auf. „Das sind 50 mehr als im April“, sagt Kenntemich.

Bei der Ausbildungsplatzsuche gebe es derzeit noch viele Möglichkeiten. Außerdem empfiehlt Kenntemich: Wenn es mit der gewünschten Ausbildungsstelle geklappt hat, sollten Jugendliche den Betrieben, bei denen sie noch im Rennen sind, sofort absagen und die Berufsberatung informieren. „Dadurch können andere Bewerber noch eine neue Chance bekommen.“

 

Seit Oktober 2015 meldeten sich im Kreis Pinneberg 1665 Ausbildungsplatzbewerber bei der Berufsberatung. Von den gemeldeten Bewerbern waren Mitte Mai noch 832 auf der Suche nach einer Lehrstelle. Zugleich seien noch insgesamt 683 Stellen unbesetzt gewesen oder deren Bewerbungsverfahren seien noch nicht abgeschlossen. Infos zu den unbesetzten Stellen gebe es online auf der Ausbildungsplatzbörse.

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erstellt am 01.Jun.2016 | 10:00 Uhr

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