Raser geblitzt : Kreis Pinneberg kassiert 800.000 Euro

Einnahmen haben sich innerhalb von zehn Jahren verzehnfacht.

shz.de von
31. Januar 2015, 14:00 Uhr

Kreis Pinneberg | Sie sind grau, stehen am Wegesrand – und haben das Verkehrsgeschehen stehts im Blick: die acht Starenkästen, die die Kreisverwaltung Pinneberg zur Überwachung der Tempolimits in der Region aufgestellt hat und die dafür sorgen, dass die Kasse des klammen Kreises sprichwörtlich klingelt. Laut Oliver Carstens, Sprecher der Kreisverwaltung, haben die im Volksmund Blitzer genannten Starenkästen 2014 so viele Autofahrer mit überhöhter Geschwindigkeit erfasst, dass am Ende und nach Abzug des Aufwands mehr als 800.000 Euro übrig blieben. Das entspreche in etwa der Vorjahressumme. 2013 blieben nach Abzug für Aufstellung, Wartung und Instandsetzung 821668 Euro über. Davon behalte der Kreis allerdings nur etwa 120.000 Euro, zirka 80 Prozent muss er ans Land abdrücken. Denn: Der Kreis erhält nur die Buß-, nicht die Verwarngelder, sagte Carstens auf Anfrage dieser Zeitung.

Die Starenkästen, die sich an der B4 in Bilsen, der L75 in Bokhold-Hanredder sowie in Heede, der L76 in Borstel-Hohenraden, der L99 in Rellingen-Egenbüttel, der L103 (LSE) in Schenefeld, der L107 in Heidgraben und der L113 in Klein-Offenseth-Sparrieshoop befinden, brachten somit zehnmal so viel ein wie noch vor zehn Jahren. Zum Vergleich: 80010 Euro waren es 2005.

  • 2005 - 80010 Euro
  • 2006 - 147711 Euro
  • 2007 - 99718 Euro
  • 2008 - 282689 Euro
  • 2009 - 450769 Euro
  • 2010 - 460890 Euro
  • 2011 - 735973 Euro
  • 2012 - 767761 Euro
  • 2013 - 821668 Euro
zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen