Schule bekommt eine Werkstatt : Kreis Pinneberg investiert 9,5 Millionen Euro in duale Ausbildung am Standort Elmshorn

Startschuss für die neue Werkstatt: Kerstin Seyfert (v. l.), Oliver Stolz, Volker Hatje und Margarete Weber legen auf dem Gelände der Elmshorner Berufsschule den symbolischen Grundstein.
Startschuss für die neue Werkstatt: Kerstin Seyfert (v. l.), Oliver Stolz, Volker Hatje und Margarete Weber legen auf dem Gelände der Elmshorner Berufsschule den symbolischen Grundstein.

Vertreter der Kreisverwaltung, der Berufsschule, des Kreistags, der Planungsbüros und Nachbarn feierten die symbolische Grundsteinlegung am Steindamm.

shz.de von
06. Mai 2015, 15:00 Uhr

Elmshorn | Der Kreis Pinneberg investiert in seine Berufsschulstandorte. Während die Arbeiten an neuen Gebäuden in Pinneberg bereits weit vorangeschritten sind, ist am Dienstag in Elmshorn der offizielle Startschuss für eine neue Werkstatt gegeben worden. Vertreter der Kreisverwaltung, der Berufsschule, des Kreistags, der Planungsbüros und Nachbarn feierten die symbolische Grundsteinlegung am Steindamm.

„In Zeiten knapper Kassen ist dieses Projekt keine Selbstverständlichkeit. Die neue Werkstatt ermöglicht uns eine moderne Unterrichtsgestaltung“, sagte Schulleiterin Margarete Weber. Der Neubau sei unerlässlich, um die Arbeitssicherheit für Schüler und Lehrer gewährleisten zu können. „Das Gebäude wird auch optisch ein Genuss. Es ist eine Entschädigung für das, was die Schüler hier zuletzt ertragen mussten.“

Die neue Werkstatt ist mit 4500 Quadratmetern etwa dreimal so groß wie die alte. Die Räume werden auf zwei Gebäude verteilt, die zweigeschossig sind und einen Hof mit schützenswerten Eichen rahmen.

Im Erdgeschoss eines Riegels wird der Fachbereich Holztechnik, im Obergeschoss der Fachbereich Berufsvorbereitung untergebracht. Der zweite Gebäuderiegel nimmt im Unter- und Obergeschoss die Metalltechnik auf. Ein Foyer verbindet die Gebäudeteile.

Landrat Oliver Stolz (parteilos) sagte: „Seit einiger Zeit darf ich erfreulich viele Grundsteine legen.“ 9,5 Millionen Euro investiert der Kreis in die Werkstatt. Es zeuge von politischen Mut, diesen Schritt zu machen, sagte Stolz auch in Richtung der Kreistagsmitglieder, die den Neubau beschlossen hatten. Eine Spitze gegen Elmshorns Bürgermeister Volker Hatje (CDU) konnte sich Stolz nicht verkneifen: „Wir investieren nicht in Bildung, weil es uns zu gut geht, sondern obwohl es finanziell immer noch schwierig ist und wir unter dem Rettungsschirm des Landes stehen.“ Hatje hatte kürzlich eine Senkung der Kreisumlage für Kommunen gefordert, weil der Kreis finanziell gut ausgestattet sei.

Nachdem Lob und Dank ausgetauscht worden waren, bestückte Stolz ein Kupferrohr unter anderem mit Plänen des Gebäudes, mit Münzen, Werkstücken der Berufsschüler und einer aktuellen Ausgabe der Elmshorner Nachrichten. Dann versenkten Stolz, Hatje, Weber, Kerstin Seyfert als Vorsitzende im Schulausschuss des Kreistags, und Architekt Klaus Petersen das Rohr im Mauerwerk – in der Hoffnung, es so schnell nicht mehr zu Gesicht zu bekommen.

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