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W-Lan für Pinneberg : Kostenloses Surfen in der City?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Wirtschaftsförderer Stefan Krappa feilt an Konzepten, um den Fahltskamp zu beleben. Auch eine Gastro-Meile ist denkbar.

shz.de von
erstellt am 12.Sep.2014 | 10:00 Uhr

Pinneberg | Keine Frage: Der westliche Fahltskamp in Pinneberg bietet ein tristes Bild. Geschäfte stehen leer. Kunden bleiben aus. Wirtschaftsförderer Stefan Krappa feilt an Konzepten, diese Situation zu verbessern. Sein Vorstoß dürfte jetzt für Aufsehen sorgen – Krappa kann sich vorstellen, den Kunden der City kostenloses Internet anzubieten.

Dank eines freien W-Lan könnten Innenstadtbesucher ihre beim Telefonanbieter gebuchten Datenvolumen schonen. Auch Gäste aus dem Ausland könnten profitieren. Sie würden so genannte Roaming-Gebühren sparen. Erhoffte Konsequenz: Besucher der City verweilen länger in Geschäften, in Cafés und Restaurants.

Um die Tristesse in Teilen der Innenstadt in den Griff zu bekommen, wird hinter den Kulissen gewerkelt. Bürgermeisterin Urte Steinberg führt regelmäßig so genannte City-Gespräche mit Vermietern und Kaufleuten. „Das hat sich bewährt, die Gespräche werden fortgesetzt“, so Pinnebergs Wirtschaftsförderer.

Laut Krappa wird die ehemalige Bundikowsky-Filiale am Fahltzskamp 6 derzeit renoviert. Dort werde im Herbst ein Ein-Euro-Laden einziehen. Der Wirtschaftsförderer hofft zudem auf Sogwirkung durch das Textilunternehmen H&M, das voraussichtlich im Oktober seine Filiale am Lindenplatz eröffnet. Grundsätzlich kann Krappa sich vorstellen, den westlichen Fahltskamp zu einer Gastro-Meile zu entwickeln: „Wir loten dergleichen aus.“ Der östliche Teil des Fahltskamps habe sich beispielhaft entwickelt: „Dort gibt es derzeit keine Leerstände mehr“, weiß Krappa. Fachhändler, die den Ladenbetrieb mit Internethandel kombinierten, seien auf dem Vormarsch. „So etwas hat Zukunft. Eine Nische.“

Drei Jahre ist es her, dass die Kreisverwaltung aus Pinneberg abwanderte. Auf einen Schlag war die Kaufkraft hunderter Mitarbeiter abhanden gekommen. „Das tat weh, die Innenstadt erholt sich nur langsam“, so Krappa. Er sieht aber auch positive Signale für die City. Mit dem Neubau des Bürokomplexes der VR Bank werde der Dienstleistungsstandort gestärkt. An der Friedrich-Ebert-Straße soll zudem ein großer Drogeriemarkt einziehen. Auch für die Untere Dingstätte gebe es Hoffnung: „Es werden Gespräche mit Investoren und Projektentwicklern geführt.“ An einem echten Coup war die Stadt kürzlich vorbeigeschrammt. Nach Informationen des Pinneberger Tageblatts wäre die Deutschlandzentrale des Mineralölunternehmens Tamoil fast von Elmshorn nach Pinneberg gezogen. Letztlich hatte die Kreisstadt gegen den Standort Hamburg den Kürzeren gezogen.

Pinnebergs Wirtschaftsförderer Stefan Krappa wäre 2005 fast Bürgermeister der 30.000-Einwohnerstadt Geesthacht geworden. Kürzlich war er für eine Vortragsveranstaltung in der Stadt an der Elbe zu Gast. Und brachte die Idee des öffentlichen W-Lan mit. Seit Mitte August können City-Besucher in Geesthacht kostenlos im Internet surfen – jeweils für zwei Stunden. Die erforderlichen Antennen hatten die dortigen Stadtwerke installiert.
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