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Neujahrsempfang in Uetersen : Kooperationsangebot an Tornesch

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bürgermeisterin Andrea Hansen will gemeinsame Planungen mit der Nachbarkommune vorantreiben.

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2016 | 10:56 Uhr

Uetersen | Verfechterin einer Fusion mit der Nachbarstadt Tornesch ist Uetersens Bürgermeisterin Andrea Hansen (SPD) bekanntermaßen nie gewesen. Noch wenige Wochen vor dem Bürgerentscheid im September 2013 warnte sie öffentlich vor einer „Auflösung der Stadtgrenzen“.

Die Uetersener sahen das anders: Knapp 57 Prozent der Wahlbeteiligten sprachen sich für die Fusion aus. Diese scheiterte jedoch am Votum der Tornescher, die mit 86 Prozent dagegen stimmten. Seitdem herrscht in Sachen Kooperation Eiszeit zwischen den beiden Kommunen.

Doch jetzt gibt es neue Signale aus der Rosenstadt: „Die Haushaltszahlen machen es in beiden Städten nötig, die Zusammenarbeit zu vertiefen und Synergien zu nutzen“, sagte Hansen gestern Vormittag beim Neujahrsempfang der Stadt Uetersen vor 250 Besuchern in der Mensa an der Bleekerstraße. Tornesch müsse sich entscheiden, wie viel Zusammenarbeit es wolle und benötige. Das Angebot aus Uetersen laute: Schaffung eines Bildungszweckverbands mit den Schulen und der Schwimmhalle, Betreiben einer gemeinsamen Verkehrsplanung, Durchsetzung von besseren Bus- und Bahnverbindungen sowie des Baus der Kreisstraße 22 und Umschichtung der damit verbundenen Finanzmittel von Bund, Land und Kreis.

Die seit neun Jahren bestehende Verwaltungsgemeinschaft zwischen Uetersen und dem Amt Haseldorf will Hansen fortsetzen. „Wir lassen unsere Tür offen, so lange das vertraglich und verwaltungstechnisch möglich ist“, versprach sie. Aber: „Die Leistungen, die bestellt werden, müssen auch bezahlt werden. Einen Rabatt gibt auch unser verbesserter Haushalt nicht her, das würde ja zu Lasten der Uetersener Steuerzahler gehen.“ Wie diese Zeitung berichtete, wird in der Marsch politisch diskutiert, ob die Gemeinden Haseldorf, Haselau und Hetlingen zum Amt Moorrege wechseln.

Bürgervorsteher Adolf Bergmann (CDU) hob in seiner Rede die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements von Bürgern sowie das Sponsoring von Firmen und Geldinstituten hervor. Er bedankte sich des Weiteren vor allem bei der Freiwilligen Feuerwehr und stellvertretend für alle Hilfsorganisationen beim Deutschen Roten Kreuz Uetersen. „Das DRK ist seit 125 Jahren unauffällig, aber sehr erfolgreich für die Menschen in unserer Stadt tätig“, lobte Bergmann. Für die musikalische Umrahmung des Neujahrsempfangs sorgte der „Interkulturelle Chor“.

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