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Weiblicher Blick auf die Historie von Halstenbek : Kooperation der Gleichstellungsbeauftragten mit dem Frauen-Geschichtsatelier

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Eine Broschüre beschäftigt sich mit der Geschichte der Siedlung rund um den Heideweg.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2016 | 10:42 Uhr

Halstenbek | „Es ist ein Teil Lokalgeschichte“: So lautet die Kurzbeschreibung von Celia Letzgus, Gleichstellungsbeauftragte der Gemeinde Halstenbek, zu ihrer neuen Broschüre, die in Kooperation mit dem Halstenbeker Frauen-Geschichtsatelier entstanden ist. Bei dem Heft handelt es sich um ein 140 Seiten langes Stück Geschichte der Siedlung rund um den Heideweg. Nach dreijähriger Arbeit veröffentlichten die Autorinnen ihr gemeinsames Werk Ende des vergangenen Jahres.

„Es ist toll, das Werk in den eigenen Händen zu halten“, sagt sie. Mit einem Blick in die Broschüre merke man, wie viel Geschichte hinter der eigenen Heimat stecke, so Letzgus. Das gebundene Werk zeigt die Entwicklung der Heidesiedlung und die damit einhergehenden geschichtlichen Entwicklungen in Halstenbek auf: „Dabei geht es uns um die Entwicklung der Gesellschaft und vor allem um die Wandlung des Alltag für Frauen“, erklärt Letzgus die Intention des Werkes.

Dieses ist in sieben Kapitel gegliedert. Die Chronologie beginnt mit der Bevölkerung des einstigen Heidelandes. „Wir konnten erste Spuren in das 20. Jahrhundert zurück verfolgen. Aber der richtige Boom begann in der Nachkriegszeit, als Wohnraum Mangelware war“, berichtet sie die Rechercheergebnisse. Weitere Themen sind infrastrukturelle Wandlungen, der Frauenalltag sowie das Kinderleben und die Nachbarschaft. „Natürlich schauen wir auch auf die Heidesiedlung wie sie heute ist“, ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte.

Anfangs war eine zehn bis 15 Seiten dicke Broschüre in Planung. Dass daraus jetzt der zehnfache Umfang entstanden ist, erklärt Letzgus mit der Arbeit im Gemeindearchiv: „In enger Zusammenarbeit mit den Kollegen in der Verwaltung konnten wir alle Dokumente, Baupläne und Akten durchleuchten. So ist natürlich auch die Materialmenge immens gestiegen.“

Die Broschüre kann gegen ein Entgelt von 15 Euro im Halstenbeker Rathaus , Gustavstraße 5, in den beiden Gemeindebüchereien und in der Buchhandlung Cremer, Hauptstraße 51, käuflich erworben werden.

Das Magazin deckt neben vielen Bildern, Plänen und Dokumenten auch einige Zeitzeugenberichte ab, die ein eigenes Kapitel erhalten haben. „Wir haben viele Interviews geführt und intensiv dazu recherchiert“, ergänzt sie. Seinen Ursprung fand die Idee innerhalb des Frauen-Geschichtsateliers: Nachdem das erste Werk „Portraits Halstenbeker Frauen“ veröffentlicht wurde, sei aus der Gruppe heraus die Idee geboren worden, erklärt Letzgus. „Ein Mitglied wohnt selbst in der Heidesiedlung. Als wir uns im Januar 2012 zusammengesetzt haben, wurde die Idee realisiert.“

Die Arbeit habe in der Gruppe gut geklappt, lobt die Gleichstellungsbeauftragte. Besonders im vergangenen Jahr habe man besonders intensiv die Arbeiten an dem Buch vorangetrieben. Insgesamt sei nun eine Auflage von 500 Stück publiziert worden. „Bis jetzt haben wir schon viele davon an die Bürger bringen können“, berichtet Letzgus über die Verkaufszahlen.

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