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Pinneberg : Konzertreihe des Pinneberger Kulturvereins startet in die neue Saison

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Am Freitag, 26. September, stimmt das international gefeierte Ensemble Notos Quartett um 20 Uhr den Auftakt an.

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erstellt am 17.Sep.2014 | 15:00 Uhr

Pinneberg | Mit dem Notos Quartett startet die Konzertreihe des Pinneberger Kulturvereins im Ratssaal in die neue Saison. Am Freitag, 26. September, stimmt das international gefeierte Ensemble um 20 Uhr den Auftakt an.

„Technische Brillanz“, „große Sensibilität, Einfühlungskraft und Temperament“ werden dem Quartett in den Medien attestiert. In Deutschland, Italien, England und ganz Asien füllen die Vier erfolgreich die Konzertsäle.

Sindri Lederer (Violine), Malte Koch (Viola), Florian Streich (Cello) und Antonia Köster (Klavier) präsentieren an diesem Abend ihr neues Programm mit Frank Bridges „Phantasy“-Quartett und Johann Sebastian Bachs Klavierquartett c-Moll op. 60. Für Franz Schuberts heißgeliebtes Klavierquintett A-Dur D 667, das „Forellen-Quintett“, holen sich die Musiker extra Unterstützung von einem Kontrabassisten.

Das moderne „Phantasy“ schrieb der Brite Bridge im Jahr 1910. Es besticht mit einer Mischung aus Staccato-Dramatik und sanft-melancholischen Melodien in Moll. Durch dezente Taktverschleierung und eine Melodieführung durch alle Stimmen schafft Bridge einen interessanten Höreindruck. Kurze Soli lassen dabei jedes Instrument hervortreten, was besonders günstig ist, um Streichs Instrument zu lauschen: Der Cellist spielt auf einem Testore-Cello von 1745.

Brahms Quartett ist ein Ausdruck purer Verzweiflung. An seinen Verleger schrieb er: „[Sie] dürfen […] auf dem Titelblatt ein Bildnis anbringen! Nämlich einen Kopf mit der Pistole davor. Nun können Sie sich ein Bild von der Musik machen. Ich werde Ihnen zu dem Zweck meine Photographie schicken!“ Diese sollte dann noch mit einem Werther-Kostüm versehen werden – als wenn die Botschaft der Musik nicht eindeutig wäre: Die ersten beiden Sätze schrieb Brahms bereits als unglücklich verliebter 22-Jähriger und die unerreichbare Dame, die das tragische Werk inspirierte, ist keine andere als Clara Schumann. 1875 vollendete Brahms das Quartett mit einem dritten Satz.

Nach so viel Sturm und Drang-Dramatik bildet Schuberts fröhliches Quintett einen willkommenen Abschluss. 1820 wurde das Werk veröffentlicht und fand zunächst wenig Beachtung – gemessen an seiner heutigen Beliebtheit kaum zu glauben. Das Stück, das an diesem Abend im Ratssaal tatsächlich seine Premiere feiert, ist das Resultat eines glücklichen Sommers in Steyr und kommt mit zum Teil klassisch anmutendem Satz oder im wiegenden Dreiertakt daher. Natürlich in Dur.

Karten zu 15 Euro können im Vorverkauf bei der, an der Dingstätte beheimateten, Buchhandlung Bücherwurm erworben oder unter 04101-23211 reserviert werden. An der Abendkasse könnten Tickets knapp sein.

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