Konzerte beeindrucken mit Opulenz

Weihnachtslieder in allen Variationen sangen die Mitglieder von „Voice und Spirit“ bei ihrem Konzert in Appen.
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Weihnachtslieder in allen Variationen sangen die Mitglieder von „Voice und Spirit“ bei ihrem Konzert in Appen.

„voice and spirit“Etwa 50 Chor-Sänger begeistern das Publikum in der üppig geschmückten Kirche in Appen

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18. Dezember 2017, 16:00 Uhr

Die Kenner kamen schon gegen 16 Uhr, obwohl Einlass erst ab 16.30 Uhr war. Für die Wartezeit hatten die Helfer des Chores schon Glühwein erhitzt und einen Pavillon als Windschutz aufgebaut. Sobald sich die Türen der kleinen St. Johannes Kirche in Appen dann öffneten, waren auch schnell fast alle der etwa 100 Sitzplätze belegt.

Das Weihnachtskonzert von „Voice and Spirit“ genießt einen so guten Ruf, dass die Sänger gleich zwei Konzerte gaben, um die Nachfrage zu befriedigen: eins am Sonnabend, eins am Dritten Advent. „Voice and Spirit“ ist der gemeinsame Gospelchor der Kirchengemeinden Appen und Moorrege/Heist. Seit seiner Gründung 2006 gehört das Weihnachtskonzert in Appen zum festen Jahresablauf der Musiker.

Bei der zwölften Auflage am vergangenen Wochenende beeindruckten die Sänger und ihre Helfer mit Opulenz in jeder Beziehung. Schon bei der Besetzung: Etwa 50 Sänger standen im Altarraum, dazu kamen Christoph Meyer-Janson am Klavier und Björn Kempcke am Schlagzeug. Üppig der Schmuck in der Kirche: Kerzen und Gestecke an der Wand, an den Kirchenbänken und in den Fensternischen, Lichtergirlanden an der Decke, sogar die Orgel war mit Lichtern eingefasst. Umfangreich das Programm: Bis zur Pause sangen „Voice and Spirit“ schon eine gute Stunde lang, insgesamt trugen sie gut zwei Dutzend Stücke vor. Und auch im Begleitprogramm gaben sich Chor und Helfer viel Mühe: Die Stehtische im Pavillon vor der Kirche waren mit Hussen überzogen, adventlich geschmückt und mit Keksen ausgestattet, sogar die Bänke draußen an der Kirche waren mit gefalteten Decken gemütlich hergerichtet.


Christliche Botschaft wird vermittelt

Inhaltlich war die Linie klar: „I See a Star“ hieß das Programm, damit war der Weihnachtsstern gemeint, und es ging darum, die christliche Botschaft der Weihnacht musikalisch unter die Leute zu bringen. Untergemischt waren einige Popsongs, aber schon die Zahlen, die Chorleiterin Catrin Jacobsen vortrug, verdeutlichten den Schwerpunkt: In 13 Liedern kamen die Hirten vor, in 11 der Stern. Die Gospelsänger bemühten sich um Vielfalt. Mit zahlreichen Solo-Partien verließen Voice and Spirits den schlichten Chorgesang. Aufgelockert wurde das das Programm von vier kurzen Texte auf hoch- und plattdeutsch. Dirigentin Jacobsen machte das Publikum zum Hilfschor und animierte zwischendurch zum Mitklatschen.

Elke Bay aus Waldenau, selbst Chorsängerin, bewunderte in der Pause ihre Kollegen: „Dass sie so viel auswendig können und so lange stehen!“ Letzteres war für einige Musiker tatsächlich anstrengend, räumte eine Voice-and-Sprit-Sängerin ein: Bis zur Konzertpause hatten die Sänger inklusive Einsingen schon mehr als drei Stunden im Altarraum gestanden. Fürs Publikum lohnte sich der Einsatz: „Gefällt mir sehr gut“, urteilte nicht nur Elke Bay aus Waldenau. „Die Stimmen“ hatten es auch Ulla Schubert angetan, die ebenfalls aus Waldenau gekommen war. „Das Ambiente macht auch sehr viel aus“, ergänzte sie. Davon schwärmte auch Rita Pankratz aus Elmshorn: „Das passt alles: Schön geschmückt, das Gebäude ist heimelig und gemütlich“. Ihr Mann Klaus genoss das Konzert als „Einstimmung auf die Weihnachtszeit“.

Angelika und Wolfgang Stabrin hatten sich in der vergangenen Wochen schon mehrere Gospelchöre angehört: „Hier sind wir zum ersten Mal, mit dem Chor passt das sehr gut“, befand Wolfgang Stabrin. Für seine Frau war es in Appen „schön, so, wie sich das gehört.“ Ihr gefiel besonders, dass „Voice and Spirit“ ihr Programm mit kleinen Geschichten abwechslungsreich gestaltet hatten. „Englisch, deutsch, plattdeutsch“, diese Mischung mochte Klaus Groos aus Appen. Sein Freund Wolfgang Arlt urteilte: „Das Programm ist sehr ausgewogen“. Das Urteil der Zuhörer, in zwei Wörtern von Ulla Schubert zusammengefasst: „Ganz toll!“

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www.voiceandspirit.de

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