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Rellingen : Konzert zugunsten von Amnesty International

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Gospeltrain singt für die Freiheit.

shz.de von
erstellt am 06.Nov.2014 | 13:00 Uhr

Rellingen | Weil er sich für Menschenrechte einsetzte und seine Meinung öffentlich äußerte, sitzt der Iraner Abolfazl Abedini Nasr seit 2009 im Gefängnis. Dass sich etwa 3700 Kilometer entfernt eine kleine Gruppe von Menschen im Kreis Pinneberg derzeit um seine Freilassung bemüht, davon weiß der Journalist wahrscheinlich gar nichts. Denn es besteht laut Willfried Denker von der Amnesty Ortsgruppe Elmshorn/Pinneberg kein direkter Kontakt zu ihm. „Wir versuchen, mit Unterschriftenlisten und Briefen an Ajatollah Ali Khamenei etwas zu erreichen, leider gibt es keine Reaktionen“, sagt Denker.

Die Zentrale von Amnesty International in London wurde auf den Fall des iranischen Journalisten aufmerksam. „Wir wollen die Arbeit von Amnesty International untertsützen“, sagt Oliver Schmidt, Kantor der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde in Rellingen. Das hat in der Gemeinde schon Tradition: Bereits zum
17. Mal veranstaltet der Rellinger Gospeltrain ein Benefizkonzert zugunsten der Menschenrechts-Organisation. „Ganz unpolitisch die Arbeit vorzustellen, geht am besten in der Kirche“, sagt Schmidt.

Den Besuchern werden aber nicht nur Informationen rund um die Arbeit und Projekte von Amnesty International geboten, sondern auch ein besonderes Konzerterlebnis. Ein rund 40-köpfiges Ensemle wird am Sonnabend, 15. November, ab 19 Uhr in der Kirche an der Hauptstraße singen.

Beim Gospel stehe nicht nur das Singen, sondern auch die Bewegung im Vordergrund, betont Schmidt. „Das Gemeinschaftsgefühl endet nicht am Chorpodest, es soll die ganze Kirche ausfüllen“, erklärt er. Insgesamt 20 Titel stehen auf dem Programm – darunter Klassiker wie „Amazing Grace“, aber auch neue Lieder wie „My Gospel“. „Die Interaktion zwischen Chor und Besuchern war in den vergangenen Jahren super“, erinnert sich Gospelsänger Helmut Aulich. Der Eintritt ist frei. Die Organisatoren hoffen auf Spenden, damit auch künftig auf das Schicksal von Menschen wie Abolfazl Nasr aufmerksam gemacht werden kann.

Amnesty International ist eine nichtstaatliche Organisation, die sich weltweit für Menschenrechte einsetzt. Dafür decken die Aktivisten Vergehen auf, machen diese öffentlich und betreiben Lobbyarbeit. Außerdem geben sie jährlich den  Amnesty Report heraus. 1977 erhielt die Organisation den Friedensnobelpreis. Die Amnesty Ortsgruppe Elmshorn/Pinneberg zählt zur Zeit acht Mitglieder. In diesem Jahr steht besonders der Kampf gegen Folter im Vordergrund der Aktivitäten.
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