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Hauptausschuss : Kommune soll Stadtmarketing mit 75.000 Euro jährlich unterstützen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Die Entscheidung wurde in den Rat vertagt.

von
erstellt am 12.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Pinneberg | Das Weihnachtsdorf, Pinneberg Mobil, SummerJazz, Erntedankfest in Waldenau – das sind nur einige Veranstaltungen, die vom Stadtmarketing und Citymanagement organisiert oder unterstützt werden. 60  000 Euro ließ sich die Stadt die Marketingmaßnahmen bisher kosten. Nun soll die Kommune die Förderung für die kommenden drei Jahre auf 75  000 Euro erhöhen. Einen entsprechenden Antrag hat der Verein Stadtmarketing/Citymanagement Pinneberg gestellt.

„Wir haben Unsicherheiten auf der Ertragsseite“, erläuterte Citymanager Dirk Matthiessen den Mitgliedern des Hauptausschusses den Wunsch nach einer höheren Förderung. Zwar habe der Verein seine Mitgliedszahlen von 2012 bis 2016 von 29 auf 63 erhöht, doch seien die Beitragsaufkommen nicht in dem Maße gesteigert worden, um vom städtischen Zuschuss unabhängiger zu werden. „Durch Austritte und Kündigungen von hohen freiwilligen Beitragsaufstockungen verlor der Verein bisher einen möglichen Beitragszuwachs von 18.000 Euro“, so Matthiessen. Die Beitragslücken konnten nicht entsprechend durch neue, zahlungskräftige Mitglieder kompensiert werden. Eine wesentlichen Änderung dieser Entwicklung sei aus heutiger Sicht nicht erkennbar. „Wir wollen durch einen neuen Vertrag vorbauen und Planungssicherheit schaffen“, sagte Matthiessen. Andernfalls seien mittelfristig Einsparungen notwendig – in der Konsequenz also weniger Veranstaltungen.

„Wir haben zusätzliche Veranstaltungen etabliert und das Leerstandsmanagement verbessert. Ich glaube, die Stadt macht wirtschaftlich ein gutes Geschäft und wir machen einen guten Job“, warb Matthiessen für die Arbeit des Vereins. Etwa 200.000 Euro betrage der Gesamtetat pro Jahr. Im vergangenen Jahr setzte er sich aus 60.000 Euro städtischer Förderung, 96.200 Euro an Mitgliedsbeitragen sowie Sponsoringeinnahmen von 43.200 Euro zusammen. Ein Problem seien die Filialisten. „Es ist schwer, von diesen Unterstützung zu bekommen“, sagte Matthiessen. „Es kann nicht sein, dass ein kleiner Teil alles finanziert“, kritisierte Herbert Hoffmann (SPD). „Filialisten sind eine harte Nuss. Wir werden aber nicht aufgeben, uns daran abzuarbeiten“, versprach Matthiessen. Zudem gab Joachim Dreher (Grüne und Unabhängige) dem Citymanager mit auf dem Weg, das Pinneberger „P“ besser zu platzieren. Dieses fehle ihm bei Großveranstaltungen.

„Sie müssen ihren Mitgliedern klar machen, dass sie sich nicht weiter zurückziehen, wenn die Stadt den Zuschussbeitrag erhöht“, betonte Dieter Tietz (SPD), Vorsitzender des Hauptausschusses. „An den Aspekt habe ich nicht gedacht und den befürchte ich auch nicht“, sagte Matthiessen.

Andreas Grenz von der Sparkasse Südholstein und Vorstandsmitglied des Vereins Stadtmarketing/Citymanagement Pinneberg sah die Gefahr ebenfalls nicht: „Ich denke, es ist ein wichtiges Signal für die Großbeitragszahler, dass sich die Stadt nicht weiter zurückzieht.“ Eine Entscheidung über die Förderung wurde in die Ratsversammlung vertagt, damit die Fraktionen sich noch einmal beraten können. Diese findet am Donnerstag, 18. Mai, ab 18.30 Uhr im Pinneberger Rathaus statt.

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