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Pinneberger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 21:07 Uhr

Hasloh : Kommt die Wohnanlage für Senioren?

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Der Kirchengemeinderat berät am morgigen Donnerstagabend über die mögliche Wohnanlage.

von
erstellt am 16.Sep.2015 | 10:00 Uhr

Hasloh | „Ich gehe davon aus, dass in der Sitzung des Kirchengemeinderats der evangelischen Kirche Quickborn-Hasloh am Donnerstagabend ein Beschluss gefasst wird“, stellt Hartmut Ermes, Vorsitzender des Gremiums, in Aussicht. Die Rede ist vom Projekt „Betreutes Wohnen“ in der Hasloher Neuen Mitte, für das die Kirche seit geraumer Zeit einen Investor sucht.

Mangels Interesse hatte der Kirchenkreis im Juni eine Investorenausschreibung eingeleitet, was bei Gemeindevertretern für reichlich Unmut gesorgt hatte – aus Furcht, dass vom ursprünglichen Konzept, das der Seniorenbeirat vor knapp zehn Jahren vorstellte, nicht viel übrig bleiben könnte.

Doch offenbar weckte die Ausschreibung das Interesse von Geldgebern. „Uns liegen mehrere Konzepte und Ideen vor, die jetzt beraten werden“, berichtet Ermes. Der Vorschlag, den der Kirchengemeinderat befürworte, werde anschließend in den Gremien der Gemeinde vorgestellt. „Die Gemeinde ist nicht zustimmungspflichtig, wir möchten sie aber in die weitere Planung einbinden“, betont Ermes. Ziel sei, einen einvernehmlichen Konsens zu erreichen.

Keinen Zweifel lässt Ermes indes daran, dass sich das Projekt rechnen müsse. „Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir den Verkauf des Grundstücks zur Refinanzierung des neuen Gemeindehauses nutzen wollen“, sagt er im Gespräch mit dieser Zeitung. Das Thema „Betreutes Wohnen“ sei genannt worden, jedoch ohne , dass im Einzelnen dargelegt worden sei, wer sich was darunter vorstelle.

Platz auf dem Gelände am
Mittelweg reichte lange nicht aus

Darüber kann sich Gisela Maier, Vorsitzende des Seniorenbeirats, nur wundern: „Es war die Kirche, die vor etwa fünf Jahren mit Plänen für ein Senioren-Wohn-Projekt an uns herangetreten ist“, sagt sie. Die Idee habe jedoch damals nicht umgesetzt werden können, weil der Platz auf dem Gelände am Mittelweg nicht ausgereicht habe.

„Daraufhin entstand die Idee mit dem Grundstückstausch: Die Kirche bekommt das Gelände in der Neuen Mitte, dafür gehört der Gemeinde dann das Grundstück am Mittelweg“, erklärt Maier. Aufhänger dieser Transaktion sei der Plan gewesen, betreutes Wohnen für Senioren in Hasloh anzubieten. „Schon jetzt sind 1030 von 3400 Haslohern Senioren – und es werden nicht weniger“, sagt Maier. Die Frage nach adäquatem Wohnraum für betagte Menschen sei umso dringlicher hinsichtlich der Tatsache, dass es auch in Quickborn keine Einrichtungen für betreutes Wohnen gebe.

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