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Pinneberg : Knöllchen-Ärger in der Koppelstraße

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Anwohner werden kurz nach dem Ende der Einbahnstraßenregelung mit Geldstrafen verwarnt. Die Stadt sieht sich im Recht.

shz.de von
erstellt am 22.Apr.2015 | 10:00 Uhr

Pinneberg | In der Koppelstraße dürften sich viele Anwohner gestern gewundert haben. Denn etliche Fahrzeuge hatten ein Knöllchen hinter der Windschutzscheibe. Der Grund: Sie hatten in die falsche Fahrtrichtung geparkt. Bis zum Wochenende war dieses Parkverhalten allerdings noch völlig korrekt. Denn bis dahin galt aufgrund der Baustelle eine Einbahnstraßenregelung. Die wurde nun aufgehoben und somit änderte sich auch die Parkregelung.

Anlieger Eberhardt Günther findet das Verhalten der Stadt übertrieben. „Ich finde das Ordnungsamt hätte nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen müssen. Ein Hinweis, dass die Einbahnstraßenregelung nicht mehr gilt und das Auto in der falschen Richtung steht, hätte gereicht.“ Die Anwohner seien nicht schriftlich informiert worden. Stattdessen verwarnte die Verwaltung die Autofahrer direkt mit einem Knöllchen und einer Strafe in Höhe von 15 Euro.

Der 75-Jährige hatte die Mitarbeiterin der Stadt noch angesprochen, während sie 14 Fahrzeuge mit Zettelchen ausstatte. Die ließ sich aber nicht erweichen. „Sie hat uns gar nicht zugehört und sehr unfreundlich reagiert. Ich habe das als sehr pampig empfunden“, sagt Günther. Die Anwohner hätten aufgrund der Bauarbeiten ohnehinmonatelang mit Schmutz und Lärm leben müssen, sie jetzt noch zusätzlich zu bestrafen, empfindet der Pinneberger als nicht fair. „Zumindest wäre ein anderer Ton angemessen gewesen.“

Sachlich ist die Stadt im Recht. Laut Straßenverkehrsordnung durften die Fahrzeuge so nicht parken. Marc Trampe, Pressesprecher der Stadt, erklärte auf Anfrage, dass die Bauarbeiten seit Freitagmittag beendet seien. Die Aktion gestern sei „eine routinemäßige Kontrolle“ gewesen. „Wir lassen in diesen Fällen schon immer eine gewisse Karenzzeit, in der solche Bereiche nicht kontrolliert werden.“ Zwei Tage sind aus seiner Sicht ausreichend für eine „Gewöhnung“ der Anlieger.

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