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Pinneberger Tageblatt

21. August 2017 | 21:58 Uhr

Uetersen : Kloster für die Zukunft wappnen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Banken-Spenden sichern die Renovierung des Kulturdenkmals.

Uetersen | Das Kloster in Uetersen wurde im 13. Jahrhundert gegründet und gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern im Kreis Pinneberg. Seit 21 Jahren steht dem Kloster Probst Johannes Graf von Luckner vor. Die Substanz der Anlage ist in ständiger Erneuerung. Ohne Spenden wäre das nicht möglich, so Luckner.

Letztes renoviertes Objekt sind die Säulen vom Teehaus der Priörin. Mehr als ein Jahr hat die Restaurierung gedauert. Es musste spezielles Holz geordert werden, die hauseigene Werkstatt und Zimmermeister Johann-Otto Plump übernahmen die Arbeiten. 5000 Euro wurden investiert, 2200 Euro kamen von der Stiftung der Sparkasse Südholstein, die nicht zum ersten Mal die Arbeiten im Kloster finanziell unterstützte.

Gerd Schulz von der Stiftung ließ es sich nicht nehmen, das Ergebnis selbst in Augenschein zu nehmen. Luckner nutzte die Gelegenheit, um für die Sanierung der nach seiner Mutter benannten Brücke um Hilfe zu bitten. Ab Juni wird wieder an jedem zweiten Sonntag vor dem Teehaus gesungen. Auch standesamtliche Trauungen können vor dem um 1820 erbauten Teehaus vorgenommen werden, und es wird wieder Teezeremonien geben.

Neue Baustelle im Kloster wird diesen Monat der hintere Teile der Priörinnenscheune. Der vordere Teil steht schon seit einiger Zeit für Konzerte und Veranstaltungen zur Verfügung. Jetzt soll auch der hintere Teil saniert werden. 80.000 bis 100.000 Euro sind für die Bauarbeiten geplant. Gelder kommen von einem Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesregierung, von der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landschaft, die Denkmalpflege im ländlichen Raum fördert, und von der Bürgerstiftung der VR Bank Schleswig-Holstein. Deren Vorstand Dr. Horst Alsmöller schaute sich das Sanierungsobjekt an. Die Bürgerstiftung unterstützt das Kloster zum ersten Mal und das mit 10.000 Euro.

Trotz der Bauarbeiten werde der Betrieb in der Scheune weiterhin stattfinden, so versicherte Luckner. Nächste Veranstaltung ist ein Klavierkonzert am 1. Juni um 17 Uhr mit Trevor Smith, einem schottischen Professor aus Hamburg.

Im Schleswig-Holsteiner Denkmalschutzgesetz ist festgehalten was Kulturdenkmäler sind. Als Kulturdenkmäler werden Sachen aus vergangener Zeit angesehen, deren Erhalt aufgrund ihres geschichtlichen, künstlerischen, städtebaulichen, wissenschaftlichen oder landschaftsprägenden Wertes von öffentlichem Interesse ist. Zu den Kulturdenkmälern gehören etwa Garten- und Parkanlagen sowie Villen oder Herrenhäuser. Im Kreis Pinneberg sind 528 solcher Stätten erfasst, im Land mehr als 800. Die gesamte Liste ist auf der Internetseite des Landesamts für Denkmalschutz einsehbar.
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erstellt am 09.Mai.2014 | 15:00 Uhr

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