Pinneberg : „Kleine Lösung“ für Drosteivorplatz

Das Pinneberger Weihnachtsdorf wird gerade auf dem Drosteivorplatz aufgebaut. Nach den Umbaumaßnahmen sollen solche Großveranstaltungen einfacher durchgeführt werden können.
Das Pinneberger Weihnachtsdorf wird gerade auf dem Drosteivorplatz aufgebaut. Nach den Umbaumaßnahmen sollen solche Großveranstaltungen einfacher durchgeführt werden können.

Bitte billiger: Die bislang kalkulierten Kosten von 113.000 Euro für den Umbau des Platzes sind der Stadt zu viel.

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21. November 2013, 12:00 Uhr

Wie der Drosteivorplatz künftig aussehen wird ist noch nicht entschieden. Der Auftrag der Politik an die Verwaltung ist jedoch klar: Die Lösung soll möglichst günstig sein.

Das Bauamt der Kreisstadt schlug ursprünglich den Austausch der Klinkersteine auf dem Boden, den Abriss der Stufen und Stützmauern auf dem Platz und den Ausbau der notwendigen Infrastruktur für den Sonnabendmarkt vor, der in die City umziehen soll. Außerdem sollte die Straße Am Rathaus zur Sackgasse werden, der Bereich zwischen Rathaus und VR-Bank künftig allein den Fußgängern gehören. 113 000 Euro Eigenanteil kalkulierte die Stadt für die Baumaßnahmen ein.

Für die Mitglieder des Stadtentwicklungsausschusses ist das zu viel Geld. In der Sitzung am Dienstag sagte Carl-Eric Pudor (CDU) außerdem: „Passanten sitzen im Sommer gern auf den Stufen“. Seine Partei wolle die Sitzgelegenheiten daher erhalten. Reinhardt Matthies (SPD) verwies auf die Möglichkeit, mobile Sitzgelegenheiten anzuschaffen, die bei Großveranstaltungen beiseite geschafft werden könnten. Der Erste Stadtrat Klaus Seyfert (CDU) erinnerte daran, dass die Stufen vor nicht einmal zwanzig Jahren für viel Geld gebaut worden seien: „Wir haben nicht die finanziellen Mittel, um das jetzt alles schon wieder neu zu machen.“

Am Ende erteilte der Ausschuss der Verwaltung den Auftrag, genau zu prüfen, welche Baumaßnahmen für eine reibungslose Durchführung des Sonnabendmarkts unbedingt notwendig seien. Gerhard Thomssen (SPD) betont im Gespräch mit dieser Zeitung: „Wir haben das Ergebnis bewusst offen gelassen – wir können es uns aber nicht leisten, mehr als nötig bauen zu lassen.“ Wirtschaftsförderer Stefan Krappa hat Verständnis dafür, dass die Politik „jeden Euro dreimal umdrehen will.“ Er sagt aber auch: „Es ist aber wichtig, dass der zu verlegende Sonnabendmarkt auch wirklich auf den Platz passt.“

Bauamtsleiter Klaus Stieghorst rechnet nun damit, dass alles auf die bereits vorgeschlagene kleine Lösung hinausläuft. Das bedeutet: Die Stufen und Mauern bleiben. Die Straße Am Rathaus wird dagegen wie geplant umgebaut. Der Eigenanteil für die Stadt würde in diesem Fall nur noch 55 000 Euro betragen.

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