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Pinneberg : „Kleine Hexe“ verzaubert Publikum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Forum Theater präsentiert professionelle Inszenierung von Otfried Preußlers Klassiker und begeistert bei ausverkaufter Premiere.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2014 | 12:00 Uhr

Pinneberg | Mit beeindruckender schauspielerischer Leistung, liebevoll kreiertem Bühnenbild und einer tollen Lichtregie hat das Forum Theater beim Weihnachtsmärchen „Die kleine Hexe“ die Zuschauer in seinen Bann gezogen. Bereits der Einstieg in der ausverkauften Ernst-Paasch-Halle gelang individuell und professionell: Der original Handpuppen-Rabe Abraxas, gesprochen von Andreas Hettwer, lässt sich im Stück vertreten. Die Rolle des verängstigten Tieres übernehmen gleich zwei Raben „Abraxas 1“ und „Abraxas 2“, souverän gespielt von Jasmin Gajda und Moritz Breuer. Bevor sich der Vorhang öffnet, werden beide noch flink vor den Augen der Zuschauer geschminkt.

Mit Schimpf und Schande vom Walpurgisnacht-Fest von den anderen Hexen verjagt, versucht die kleine Hexe, gespielt von Katharina Breuer, sich zu bewähren, um eine gute Hexe zu werden und somit künftig am Tanz teilnehmen zu dürfen.

Erst einmal demonstriert Breuer als kleine Hexe jedoch eindrucksvoll, dass sie noch einiges zu lernen hat. „Mäuse“ und „Wäscheklammern“ – aus geschickt an der Decke montierten Wannen – ergießen sich über die souverän gespielte Hexe – anstelle des erwünschten Regens.

Doch nach und nach erhält die kleine Hexe immer mehr Gelegenheiten, ihre Zauberkünste zu optimieren. Es gelingt ihr, den bösen Revierförster zu verzaubern, der drei bitterarmen Frauen das Brennholz verwehrt. Während der Aufführung meisterten nicht nur Haupt-, sondern auch Nebendarsteller ihre Rollen mit Witz und Talent – wie beispielsweise Greta Harbeck in der Rolle als Holzweib sowie Christina Raey als Muhme Rumpumpel.

Zahlreiche liebevolle Details bereichern den beliebten Klassiker von Otfried Preußler unter der Regie von Birte Hatje. So brät Ben-Luca Zoschke als Maroniman seine Kastanien an einem nostalgischen Ofenrohr. Wie die Reisigbesen der Hexen konnte das Ofenrohr aus dem Fundus des Theatersvereins Rellingen geliehen werden.

Lutz Hatje überraschte mit raffinierter Ton- und Lichttechnik: Die im Stück perfekt eingestellten Scheinwerfer tanzen beispielsweise als Kugelblitz über die Wände. Der Einsatz von Schwarzlicht schafft beim Zaubereinsatz Hettwers mit weißen Stulpen eine wirklich zauberhafte Atmosphäre.

Die eng mit dem Thalia-Theater kooperierende Gisela Schramm kreierte mit Tannenbildern und Hexenhaus ein stimmungsvolles Bühnenbild. Brigitte Ehrich sorgte für individuelle Hexenhüte und Kostüme. Hettwers Auftritt als riesiger Schneemann sowie als gequält grunzender Ochse Korbinian rundeten die Inszenierung ab.

Wer das Weihnachtsmärchen noch am Sonnabend oder Sonntag, 29. und 30. November, jeweils um 16 Uhr, sehen möchte, sollte sich beeilen. Es gibt noch wenige Restkarten beim Bücherwurm in der Dingstätte 24, Infos unter Telefon 04101-23211.
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