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Pinneberger Tageblatt

20. November 2017 | 12:59 Uhr

Halstenbek : Kleiderkammer in neuen Räumen

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Bis Ende des Jahres in der alten Bücherei. Anschluss-Standort wird gesucht. Haushaltsgegenstände und Fußballschuhe benötigt.

shz.de von
erstellt am 30.Jun.2015 | 14:00 Uhr

Halstenbek | Kleidungsstücke finden sich gut sortiert an Kleiderbügeln, Spielsachen und Haushaltsgegenstände liegen fein säuberlich in Regalen. „Die Kleiderkammer wird sehr gut angenommen“, zeigt sich die Chefin der neuen Kleiderkammer der Gemeinde Halstenbek, Annette Währer, zufrieden. Der Anfang sei schleppend verlaufen. „Erst einmal kamen nur Ehepaare, dann vereinzelt lediglich Frauen und jetzt kommen auch viele junge Männer“, zeigt sich die ehemalige Lehrerin an der Gemeinschaftsschule in Bönningstedt zufrieden.

Die 64-Jährige gründete die Kleiderkammer, weil es in Halstenbek bislang ein solches Angebot noch nicht gab – und infolge der zahlreichen Flüchtlinge dringend benötigt wurde. „Die zündende Idee dazu hatte ich bereits im letzten Jahr“, erinnert sich Währer. Sie habe die Kleidungsstücke über Mund-zu-Mund-Propaganda von diversen hilfsbereiten Menschen gesammelt und in ihrem Gästezimmer gestapelt.

Währer arbeitete noch bis zum vergangenen Jahr in ihrer Schule. Nachdem sie von Juli an in ein Sabbatjahr ging, konnte sie endlich die für das Ehrenamt erforderliche Zeit investieren. „Ich habe die Bürgermeisterin bei einer Info-Veranstaltung getroffen und sie war sofort von der Idee begeistert“, erinnert sich die Kleiderkammer-Chefin. Verwaltungschefin Linda Hoß-Rickmann sorgte dafür, dass Währer und ihre Helfer bis zum Ende des nächsten Jahres die alten Büchereiräume in der Gustavstraße 8 nützen dürfen. Danach geht es in neuen Räumlichkeiten weiter. Welche das genau sind, steht allerdings noch nicht fest.

„Was das Kleiderkammer-Team betrifft, ist es sehr erfreulich, wie viele freiwillige engagierte Helfer wir haben“, so die 64-Jährige. Die pensionierte Lehrerin Dörte El Sarise ist die rechte Hand beziehungsweise stellvertretende Chefin der Kleiderkammer. Wie Währer arbeitete sie gerne als Pädagogin. „Ich war fast immer gern Lehrerin, auch wenn ich oft sehr erschöpft aus der Schule kam“, erinnert sich die 67-Jährige. Die Schule fehle ihr ebenfalls, insofern sie El Sarise jede Menge Inspiration für das Schreiben kurzer Geschichten lieferte.

Dringend benötigt werden derzeit noch Haushaltsgegenstände, Sportbekleidung und vor allem Fußballschuhe für junge Männer. „Wer uns Kleidung abgeben möchte, sollte uns eher kleine Größen vorbeibringen“, so Währer. Sie bittet vor allem, „nicht einfach Sachen vor der Tür abzustellen“. Die Öffnungszeiten der Kleiderkammer sind dienstags von 15 bis 17 Uhr und donnerstags 10 bis 12 Uhr.

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