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Auf ewig im Rathaus verewigt : Klaus Parusel verabschiedet

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Mit einerm Zeremonie ist Klaus Parusel nach fünf Jahren als Geschäftsführer der Bürgerstiftung Rellingen verabschiedet worden. Ein Nachfolger ist bereits in Sicht.

Rellingen | Der Tagesordnungspunkt 10 der gestrigen Beiratssitzung der Rellinger Bürgerstiftung lautete: „Verabschiedung des Geschäftsführers Klaus Parusel“. Nüchtern formuliert standen die Worte auf dem Papier. Doch die Zeremonie im ersten Stock des Rathauses geriet zu einem rührend-emotionalen Akt. Besonders die Stiftungsbeiratsvorsitzende, Rellingens Bürgermeisterin Anja Radtke, und Parusel selbst wurden von Gefühlen überwältigt.

„Mit 70 Jahren ist Schluss.“ Klaus Parusel hat Wort gehalten. Fünf Jahre Volldampf wollte und hat der Ex-Verwaltungsmitarbeiter und langjährige Sozialamtschef von 1974 bis 2007 für eine Einrichtung gegeben, die er mit Herzblut mit aus der Taufe gehoben hatte. Angefangen hatte alles mit dem engen, vertraulichen Kontakt zu der Rellingerin Irmgardt Lüdt. Am Ende ihres Lebens wurde Parusel sogar als Betreuer eingesetzt. Die einsame Dame hat zu guter Letzt ihrer Gemeinde für die Hilfe gedankt: Das Stiftungskapital lag bei 175  000 Euro. Unter Parusels Obacht hat sich die Summe bis heute auf etwa 311.000 Euro verdoppelt.

Parusel hat Spuren hinterlassen. Wie kein anderer hat der Vater und Großvater es in den Jahren seiner Verantwortung verstanden, Menschen von der Bedeutung der Stiftung zu überzeugen. Die Zahlen sprechen für sich: 52.000 Euro an Spenden und Zinsen konnten zielgerichtet in Projekte wie beispielsweise Leseförderung, Schulentwicklungstage, Schulvereine, Förderung des Kinderumzuges anlässlich des Rellinger Apfelfests, Projektgruppe „Frauen und Heimat“, Familienlotsin, die Förderung des Ernährungsbewusstseins durch die erfolgreiche Veranstaltung „Buntes Essen“ investiert werden.

„Klaus, Du hast der Bürgerstiftung Beine zum Laufen gegeben. Ohne Dich hätte es die Stiftung nicht gegeben. Engagement, Dein Engagement braucht Anerkennung“, betonte Radtke während des Festakts. Und zog ein Abschiedsgeschenk hervor, das Parusel aber nicht mit nach Hause nehmen durfte: ein mit seinem Namenszug versehener Baustein. Das blaue Puzzlestück wird in das Logo der Bürgerstiftung im Rathaus integriert, vereint mit vielen anderen.

Auch Bettina Fischer von der VR Bank Pinneberg als treuhänderischer Verwalter verabschiedete sich von Klaus Parusel.
Auch Bettina Fischer von der VR Bank Pinneberg als treuhänderischer Verwalter verabschiedete sich von Klaus Parusel. Foto: Vogel
 

„Der Stein ist eine große Ehre für mich“, sagte Parusel sichtlich gerührt. Dass er nunmehr auf ewig im Rathaus verewigt ist, hätte der Beamte im Ruhestand nicht gedacht. Und blickt dabei auf seine Frau Christel, der er von Herzen für ihre Begleitung dankte. Dafür, dass sie ihm 2400 Sprechstunden an Zeit in fünf Jahren gewährt hat, nicht gezählt sind die unzähligen Sitzungstermine, die Gespräche mit potenziellen Stiftern.

Der Name für die Nachfolge könnte laut Radtke bereits im kommenden Monat enthüllt werden. In der Vakanz-Zeit werden die Aufgaben gewissenhaft im Rathaus Rellingen erledigt. Stifterin Lüth dürfte beruhigt sein.

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erstellt am 30.Jun.2016 | 16:00 Uhr

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