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Pinneberger Tageblatt

12. Dezember 2017 | 15:37 Uhr

Nach 50 Jahren : Klassentreffen in Ellerbek

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

50 Jahre nach der Entlassung aus der Volksschule treffen sich 44 gebürtige Ellerbeker wieder zum Plausch.

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2016 | 16:00 Uhr

Ellerbek | Für die beiden Ellerbeker Dieter Gandraß und Heino Gertz ist die Organisation eines Klassentreffens immer wieder eine große Freude. Etwas ganz Besonderes wird das Ganze jedoch, wenn ein Treffen nach 50    Jahren der Schulentlassung ansteht. „Ich habe 44 ehemalige Mitschüler eingeladen, angekündigt haben sich etwa 34“, sagt Gandraß.

Sie alle gingen auf die Ellerbeker Volksschule in der Kellerstraße. „Anfang der 70er Jahre wurde die Schule dann geschlossen“, erinnert sich Heinz-Martin Timm, der gemeinsam mit seinen Schulkameraden 1966 die Schule verließ. Kontakt besteht zwischen den alten Schulfreunden bis heute. „Wir haben immer mal wieder Klassentreffen gemacht. Das letzte war 2012“, erklärt Gandraß. Zu erzählen gab es dennoch Vieles. „Wir haben sehr viel Blödsinn damals gemacht und haben sehr häufig dafür Schläge bekommen“, erinnert sich Gertz nur allzu gut. Besonders die Jungs seien vor Prügel nicht davongekommen. „Ich kann mich noch gut erinnern, dass die Mädchen nie Schläge bekommen haben und dann plötzlich bekam eine eine Ohrfeige. Da waren wir alle baff“, sagt Gertz weiter.

Gandraß erinnert sich noch sehr gut daran, wie einige Jungs mit ihm zusammen eine Klassenlehrerin so weit zur Weißglut gebracht haben, dass sie in die Klasse des Rektors versetzt wurden. „Sie war damals noch sehr jung und als Kind nutzt man es aus, wenn ein Lehrer nicht viel vertragen kann“, sagt Gandraß während er herzhaft lacht.

Zu der Feier kam auch der ehemalige Klassenlehrer Horst Lilischkies (80). Auch er erinnert sich noch gut an seine ehemaligen Schüler, mit denen er heute per Du ist. „Ich empfand die Weihnachtszeit mit den Schülern immer als sehr schön. Wir haben Märchen aufgeführt und dafür sehr viel gearbeitet“, sagt der ehemalige Lehrer. In einem Dorf wie Ellerbek sei es zu dieser Zeit vollkommen anders gewesen: „Damals war ein Dorf noch ein echtes Dorf“. Laut Gandraß sei Lilischkies der ruhende Pol für die eher unruhige Klasse gewesen: „Je unruhiger die Klasse wurde, umso ruhiger wurde er und dann haute er einmal auf den Tisch und es war Stille“.

Den ganzen Abend schwelgten die ehemaligen Klassenkameraden mit ihren mitgebrachten Poesie-Alben und alten Fotos in Erinnerungen. „Ich habe alle Fotos rausgekramt, die ich finden konnte“, sagte Gandraß. Das Resultat der Suche präsentierte er seinen Freunden während einer Diashow.

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