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Pinneberger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 17:06 Uhr

Pinneberg : Klares Votum für Kerstin Seyfert

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreistagspolitikerin wird CDU-Landtagskandidatin im Wahlkreis Pinneberg. Mitbewerber Torsten Hauwetter chancenlos.

shz.de von
erstellt am 22.Feb.2016 | 10:30 Uhr

Pinneberg | Zwei Bewerber waren angetreten, doch eine echte Kampfabstimmung wurde es trotzdem nicht: Mit einer deutlichen Stimmenmehrheit ist die Kreistagspolitikerin Kerstin Seyfert am Wochenende zur CDU-Kandidatin im Wahlkreis 24 (Pinneberg) für die Landtagswahl 2017 gekürt worden. 54 der im Hotel Cap Polonio anwesenden stimmberechtigten Parteimitglieder votierten für die 51-Jährige. Mitbewerber Torsten Hauwetter, 56 Jahre alt, erhielt lediglich 20 Stimmen. Für Seyfert gab es dagegen den lauten Jubel ihrer Anhänger, einen Blumenstrauß von CDU-Kreischef Ole Schröder sowie eine lange Reihe von Gratulanten.

Dabei hatte sich einige Wochen vor der Wahlversammlung mit Baris Karabacak sogar ein dritter Kandidat ins Gespräch gebracht. Doch der Pinneberger Ratsherr zog wenige Tage vor der Abstimmung seine Bewerbung zurück. Damit kam es zum Zweikampf, den Seyfert und Hauwetter austrugen. Nach den Vorkommnissen im Kreis Dithmarschen – dort soll sich der CDU-Kandidat Thomas Klömmer über Werbung von Neumitgliedern eine Mehrheit verschafft und damit die langjährige Landtagsabgeordnete Heike Franzen aus dem Rennen geworfen haben – war auch das Interesse des NDR an der Kandidatenfindung in Pinneberg geweckt. Fragen eines Kamerateams nach Stimmenfang über neue Mitglieder beantworteten Seyfert und Hauwetter jedoch mit einem klaren Nein.

Während der Vorstellung im Cap Polonio überließ die 51-Jährige ihrem Gegenkandidaten den Vortritt. „Die CDU ist mir in den letzten Jahren eine Heimat geworden“, bekannte der Radio- und Fernsehtechnikermeister. Als gläubiger Christ wolle er seine Passion zur Profession machen. Hart ins Gericht ging Hauwetter mit der schleswig-holsteinischen Landesregierung: „Die Küstennebel-Koalition ist die schlechteste Regierung, die wir jemals hatten.“ Der Weiterbau der Autobahn 20 werde verhindert, weil sich zwei Ministerien streiten. „Wir brauchen eine Regierung, die regiert und sich nicht nur mit ihren eigenen Affären beschäftigt“, forderte der gebürtige Pinneberger.

Michael von Abercron (l.) tritt im Wahlkreis 21 an.
Michael von Abercron (l.) tritt im Wahlkreis 21 an. Foto: Archiv
 

Seyfert nannte als Schwerpunkte ihrer Politik, die sie im Falle ihrer Wahl im Landtag vertreten wolle, unter anderem den Schuldenabbau, die Bildung, die Förderung von Hochbegabten, die Wiedereinführung von Schulnoten, die digitale Ausstattung der Schulen sowie die Personalaufstockung bei der Polizei und die damit verbundene stärkere Präsenz der Ordnungshüter.

Peter Lehnert will Kandidat im Wahlkreis 22 werden.
Peter Lehnert will Kandidat im Wahlkreis 22 werden. Foto: Archiv
 

Zudem sagte sie: „Ich bin in der Region Pinneberg tief verwurzelt, deshalb kenne ich die Probleme vor Ort.“ Schleswig-Holstein höre nicht in Rendsburg auf. Und in Anlehnung eines Loriot-Zitats, in dem der Satiriker bemerkte, dass der beste Platz für Politiker auf einem Wahlplakat sei, weil dieses tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen sei: „Ich werde weder geräuschlos sein, noch lasse ich mich leicht entfernen.“

Barbara Ostmeier will Kandidatin im Wahlkreis 23 werden.
Barbara Ostmeier will Kandidatin im Wahlkreis 23 werden. Foto: Archiv

Zudem sagte sie: „Ich bin in der Region Pinneberg tief verwurzelt, deshalb kenne ich die Probleme vor Ort.“ Schleswig-Holstein höre nicht in Rendsburg auf. Und in Anlehnung eines Loriot-Zitats, in dem der Satiriker bemerkte, dass der beste Platz für Politiker auf einem Wahlplakat sei, weil dieses tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen sei: „Ich werde weder geräuschlos sein, noch lasse ich mich leicht entfernen.“ Die Kandidatenkür der CDU im Kreis Pinneberg für die Landtagswahl geht weiter. Am Montag, 7. März, um 19 Uhr ist der Landtagsabgeordnete Peter Lehnert (53) aus Bilsen der bislang einzige Kandidat. Gewählt wird in der Gaststätte Bilsener Mühle in Bilsen für den Wahlkreis 22 (Pinneberg-Nord). Am Freitag, 11. März, stellt sich um 19 Uhr im Restaurant Grando Sukredo in Moorrege für den Wahlkreis 23 (Pinneberg-Elbmarschen) die Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier (54) aus Hetlingen dem Votum der CDU-Mitglieder. Für den Wahlkreis 21 (Elmshorn) ist der Elmshorner Michael von Abercron (63) bereits am 12. Februar nominiert worden.

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