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Defizit gedeckelt : Klares „Ja“ zur VHS Bönningstedt

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Politiker wollen die Bildungseinrichtung weiter unterstützen.

von
erstellt am 27.Jun.2015 | 10:00 Uhr

Bönningstedt | Wie geht es weiter mit der Bönningstedter Volkshochschule? Auf Verlangen des Bönningstedter Bürgermeisters Peter Liske (BWG) wurde diese Frage für die Sitzung des Ausschusses für Schule, Sport, Kultur, Jugend und Senioren am Donnerstagabend auf die Tagesordnung gesetzt.

„Wir müssen uns auf das weitere Vorgehen einigen – am 13. Juli ist die nächste Schulbeiratssitzung, wir müssen uns positionieren“, läutete Liske die Debatte ein. Insbesondere im Hinblick darauf, dass Bönningstedt rund 50 Prozent der Kosten trage, sei es notwendig, Eckpunkte zu erarbeiten.

„Es wird schwierig, jemanden zu finden, der sich ehrenamtlich genauso engagiert wie die bisherige Leiterin, Frau Schumann“, betonte Liske. Ob allerdings eine hauptamtliche Mitarbeiterin bezahlt werden könne, bezweifle er. Kernfrage sei, wie viel Zuschuss sich die Gemeinde für den weiteren Betrieb der VHS leisten könne. „Wir von der CDU-Fraktion wollen die VHS behalten und sind bereit, ein Minus im Rahmen wie es jetzt ist, zu verantworten“, sagte Rolf Lammert. Seine Fraktion fordere, die entstehenden Verwaltungskosten in den Preis der Kursangebote mit einzuarbeiten. „Wir forden auch ein klares Bekenntnis der Gemeinderats zur VHS“, sagte Lammert weiter.

Auch Stefan Kiel (BWG), der den Ausschuss leitete, sprach sich für die VHS aus. „Es ist klar, dass es niemals möglich sein wird, die VHS kostendeckend zu betreiben“, sagte Kiel. Seine Fraktion plädiere für die Suche nach einer ehrenamtlichen Leitung. Der Zuschuss der Gemeinde zur Unterdeckung solle dabei nicht höher als etwa 30.000 Euro jährlich ausfallen.

Michael Terrey (Bündnis90/Die Grünen) betonte, dass auch seine Fraktion für die Weiterführung der Bönningstedter VHS plädiere. Er verglich die Unsicherheiten in der Planung der VHS-Kurse mit der Organisation einer Party. „Sie rechnen mit 100 Gästen, kaufen entsprechend ein – und dann kommen nur 20“, so sein Bild. Das müsse die Gemeinde aushalten können. „Ich würde gern wissen, was das denn in Zahlen bedeutet, ob wir eine ehren- oder hauptamtliche Kraft beschäftigen“, sagte Terrey. Er schlug vor, dies von einer Fachkraft kalkulieren zu lassen.

Liske forderte mehr Transparenz in der Kostenstruktur der Kurse, ein gedeckeltes Defizit und einen Beirat als Aufsichtsgremium. Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Resy de Ruijsscher betonte, dass jeder Betrieb Vorgaben für ein Budget bekomme und eine Deckelung daher nichts Ungewöhnliches sei. Skeptisch sah sie die Zusammenarbeit mit der Pinneberger Volkshochschule. „Dann könnten wir nur ein Anhängsel sein – lieber eigenständig bleiben und eine ,VHS-light‘ in Kauf nehmen“, sagte sie.

Kiel fasste am Ende der Debatte vier Punkte zusammen, auf die sich das Gremium einstimmig verständigen konnte: Die Bönningstedter VHS soll erhalten bleiben, eine ehrenamtliche Kraft gesucht werden, ein VHS-Beirat als Gremium eingesetzt werden und die Kosten für die Gemeinde Bönningstedt sollen 30.000 Euro nicht übersteigen.

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