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Pinneberger Tageblatt

23. November 2017 | 01:17 Uhr

Klares Bekenntnis zur Schule

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

rugenbergen Politiker favorisieren Dreier-Verband

von
erstellt am 20.Mai.2017 | 16:00 Uhr

Während der Sitzung der Bönningstedter Gemeindevertreter setzten die Politiker einstimmig ein Signal in puncto der zukünftigen Trägerschaft der Gemeinschaftsschule Rugenbergen: „Wir bekennen uns zur Schule Rugenbergen und wollen alles dafür tun, diese wunderbare Schule zu erhalten“, lautete ein Teil des Statements, das unterstreichen soll, dass die Gemeinde hinter der im Ort ansässigen Einrichtung steht.

Zunächst musste jedoch ein Hindernis beseitigt werden, um „das Kriegsbeil zu begraben“, wie es Gemeinderat Andreas Heidorn (CDU) formulierte. Nachdem in der jüngsten Sitzung des Beirats der Bönningstedter Gemeinschaftsschule Rugenbergen deutlich geworden war, dass eine Einigung im Streit um die Trägerschaft nur möglich ist, wenn die vom Amt Pinnau geforderten Schulkostenbeiträge bezahlt werden, war eine Beschlussvorlage ausgearbeitet worden, die dem Gremium als Tischvorlage unterbreitet wurde.

„Ich habe Mitte März die Kommunalaufsicht um Hilfe gebeten und gestern endlich eine Antwort erhalten“, berichtete Bürgermeister Peter Liske (BWG). Strittig sei nicht die Höhe der Forderung von 350  043,39 Euro, sondern die Form, erläuterte Liske. Für den vom Amt Pinnau gewählten Abrechnungsweg gebe es keine Rechtsgrundlage. „Es ist aber eine sofortige Zahlung unter Vorbehalt möglich“, erklärte Liske. Anschließend könne geklärt werden, wie etwaige Formfehler ausgeräumt werden könnten. Sichtlich erleichtert fassten die Politiker einstimmig den Beschluss, erst zu bezahlen und dann die Formalien zu klären.

In der Debatte um die künftige Trägerschaft sprachen sich alle Politiker für die Fortsetzung des Dreier-Verbands mit Hasloh und Ellerbek aus. „Je mehr Partner im Boot sind, desto kleiner wird das Risiko für den Einzelnen“, betonte Liske. Übernehme Bönningstedt die Trägerschaft allein, könnten größere Investitionen oder ein Einbruch der Schülerzahlen die Gemeinde in große Bedrängnis bringen.

Michael Terrey (Bündnis 90/Die Grünen) wies darauf hin, dass nur noch wenige Wochen bleiben, um eine Lösung zu finden. „Wir müssen den Druck hoch halten“, mahnte er. Grünen-Fraktionschefin Resy de Ruijsscher gab zu bedenken, dass es wenig sinnvoll sei, jemanden, der nicht wolle, in eine gemeinsame Trägerschaft zu zwingen. „Wir müssen auch über Alternativen zum Dreier-Verband nachdenken“, regte sie an.

„Als Gemeinderat können wir den Dreier-Verband als Priorität äußern und parallel über andere Möglichkeiten nachdenken“, schlug Liske vor. Niels Hansen (BWG) warb dafür, dass die zerstrittenen Gemeinden aufeinander zugehen und die Zukunft gemeinsam positiv gestalten. Ende Juni wird erneut ein Treffen des Schulbeirats einberufen.

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