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Pinneberger Tageblatt

16. Dezember 2017 | 03:04 Uhr

FDP-Desaster : Klampe maßlos enttäuscht

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Keine guten Nachrichten für Olaf Klampe: Geschockt verfolgte der FDP-Direktkandidat die Ergebnisse der Bundestagswahl.

shz.de von
erstellt am 23.Sep.2013 | 12:00 Uhr

17.45 Uhr: FDP-Direktkandidat Olaf Klampe steht mit einem Glas Weißwein in der einen und einer Zigarette in der anderen Hand vor dem Restaurant Ma Vino. Noch sind nur wenige Gäste zur Wahlparty erschienen. Auf den Tischen stehen Weißweinflaschen. Der Fernseher läuft. Klampe hat zu Ende geraucht. Ob er nervös sei? „Nein“, sagt er. Seine Prognose für die Bundestagswahl: „Das Ergebnis ist offen.“ Von einem großen Rutsch gehe er nicht aus.

Um 18 Uhr kommen die ersten Zahlen rein. 4,8 Prozent für die FDP. Klampe und die Gäste sind geschockt. „Das ist enttäuschend“, lautet sein Kommentar. Erste Ursachenforschung: „Die CDU konnte sich besser vermarkten. Es war ein emotionaler statt ein rationaler Sieg“, sagt Klampe. Von seiner Frau Birgit gibt es ein Küsschen: „Du hast eine tolle Arbeit gemacht.“

Klampe will kommunalpolitisch weiter arbeiten. Ob er in vier Jahr wieder als Bundestagskandidat zur Verfügung steht, glaube er nicht. Dann müsse ein Jüngerer ran, sagt der 58-Jährige.

Nur wenig später schaut der FDP-Landtagsabgeordnete Günther Hildebrand vorbei. Von Katerstimmung keine Spur. Er zieht einen Vergleich, über den alle schmunzeln müssen: „Der HSV ist der Dino in der Bundesliga, die FDP der Dino im Bundestag. Beide brauchen einen neuen Trainer“, sagt er. Hildebrand könne sich nach dem desolaten Wahlergebnis für die FDP eine Hinwendung zu sozialliberalen Themen vorstellen.

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