Tornesch : „Kita-Neubau ist ein absurder Plan“

Ortsbesuch am Sportplatz: CDU-Stadtverbandvorsitzender Rainhard Nürnberg (von links) und seine Stellvertreter Henry Braun und Friedrich Meyer-Hildebrand wollen das Areal erhalten und keinen neuen Kindergarten dort errichten.
Ortsbesuch am Sportplatz: CDU-Stadtverbandvorsitzender Rainhard Nürnberg (von links) und seine Stellvertreter Henry Braun und Friedrich Meyer-Hildebrand wollen das Areal erhalten und keinen neuen Kindergarten dort errichten.

Tornesch: CDU sieht Sanierung als einzige Option für den DRK-Kindergarten.

shz.de von
20. Juni 2014, 16:05 Uhr

Tornesch | Ein Neubau der DRK-Kita auf dem Sportplatz an der Straße Am Schützenplatz kommt für die CDU Tornesch nicht in Frage. „Es gibt keine Argumente für diesen Standort, das Festhalten an den Plänen ist absurd“, sagt der stellvertretende CDU-Stadtverbandvorsitzende Friedrich Meyer-Hildebrand. Die Christdemokraten fühlen sich bestätigt, seitdem bekannt ist, dass eine Sanierung des Kindergartens an der Friedlandstraße etwa 1,4 Millionen Euro kostet und ein Neubau auf dem Sportplatz bis zu 2,62 Millionen Euro Investitionen nach sich ziehen würde. „Das Geld haben wir nicht“, so Hildebrand. Zudem würden Gutachen zur Geruchs- und Staubbelastung klar gegen ein solches Projekt sprechen.

Auf Unverständnis bei der CDU stößt ein Neubau noch aus weiteren Gründen: „Wir wollen die Stadt nicht zersiedeln“, sagt Meyer-Hildebrand. Die DRK-Kita solle in zentralerer Lage bleiben. „Wir wollen was anbieten, das fußläufig für Eltern zu erreichen ist“, ergänzt CDU-Chef Reinhard Nürnberg. Zudem müsse der Schützenverein seine Aktivitäten zurückfahren.

Der Sportplatz müsste zurückgebaut und etwa 80.000 Euro Fördergelder an das Land zurückgezahlt werden. „Den Kindern und Bürgern würde ein liebgewonnener Sportort genommen“, so Nürnberg. Zudem müsse die Straße davor zweispurig ausgebaut werden und eine geplante Mensa sei in den Kalkulationen bisher nicht vorgesehen. „Wir fordern die Sanierung an der Friedlandstraße“, so Nürnberg. Ein Beschluss für den Neubau sei allein aufgrund der Finanzierung entgegen aller Vernunft.

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