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Pilotprojekt im Kreis Pinneberg : Kindliche Neugier fördern

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Kreisjugendring Pinneberg bildet für das Projekt „Haus der kleinen Forscher“ Erzieherinnen aus. 90 Kitas im Kreis nehmen teil.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2013 | 16:00 Uhr

Warum fällt das Marmeladenbrot auf die beschmierte Seite? Wie funktionieren Magneten? Wie entsteht ein Regenbogen und warum hat er überhaupt diese Farben? Kinder stellen viele Fragen und entdecken Dinge im Alltag, die Erwachsene ungefragt hinnehmen. „Kinder sind neugierig und wollen selber ausprobieren – nicht ständig bespielt werden“, weiß Birgit Hammermann, Netzwerkkoordinatorin des Kreisjugendrings Pinneberg. Diese kindliche Neugier und Begeisterung soll ein Pilot-Projekt an der Helene-Lange-Schule fördern. Deswegen nahmen nun 16 Erzieherinnen unter dem Motto „Die Welt ist ein Labor!“ an einem Workshop zum Thema Wasser teil. Gemeinsam mit dem Trainer Hartmut Tank, ehemaliger Grund- und Hauptschullehrer, experimentierten sie mit Wasser. Um später mit den Kindern zu forschen.

Workshops zu den Themen Luft, Magnetismus, Strom und Energie und zu Klang und Geräuschen bereiten die Erzieherinnen auf das Experimentieren mit den Kindern vor. Das Ziel: Spielerisch Naturwissenschaften kennen lernen so wie Sprach- und Sozialkompetenzen fördern. Vor allem aber sollen die Kinder selber entdecken. „Es soll nicht heißen: Mach das nach - sondern aus sich selbst heraus erlebt werden“, sagte Birgit Hammermann.

Denn „Neugier und Begeisterung - das liegt in der Natur des Menschen“, sind sich Birgit Hammermann und Andrea Hansen, Rektorin der Helene-Lange-Schule, einig.

Das soll auch über die Kitas hinaus gefördert werden. Anfangs wird das „Haus der kleinen Forscher“ in der Grundschule als AG angeboten, später soll das Projekt dann in die kommende Ganztagsschule eingebunden werden.

Das Projekt wird gemeinsam vom Haus der kleinen Forscher und dem Kreisjugendring Pinneberg durchgeführt. Seit 2008 gibt es die Initiative in Kindertagesstätten im Kreis Pinneberg. „Mittlerweile nehmen über 90 Kitas daran teil“, sagte Heike Beukelman, Fraktionsvorsitzende der CDU im Kreistag. Sie war es, die vor fünf Jahren im Kreistag einen Antrag auf Zuschuss für das Projekt stellte. Nun startet das „Haus der kleinen Forscher“ als Pilot-Projekt zum ersten Mal an einer Grundschule.

Pinneberg sei in Schleswig-Holstein mit dem Haus der kleinen Forscher Vorreiter: „Bereits 262 Erzieher haben wir im Rahmen des Haus der kleinen Forscher ausgebildet!“, sagte Hammermann stolz. Für 2014 ist die Teilnahme weiterer Grundschulen im Kreis geplant.

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