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Pinneberg : Kinderbetreuung: Ziele sind erreicht

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Politiker rechnen aber künftig mit höherer Nachfrage im Krippenbereich.

Pinneberg | Eine Versorgungsquote von 95,9 Prozent im Bereich der Elementar-Plätze und eine Quote von 37 Prozent bei der Krippen- und Tagespflege – im Hinblick auf die Kinderbetreuung sind die von der Pinneberger Politik 2008 gefassten Ziele erreicht worden. Dieses Fazit zog Dieter Tietz (SPD) während der jüngsten Ratsversammlung am Donnerstagabend anlässlich des Kindertagesstättenberichts. Er wurde von der Politik einstimmig beschlossen.

„Diese Ziele haben wir durch neue Kindertagesstätten, Änderungen des Betreuungsangebots der Träger und der Inbetriebnahme der Wabe-Kita in der Parkstadt erreicht“, führte Tietz aus. Er nannte Zahlen: So stehen im Elementarbereich 1343 Plätze zur Verfügung. Das Soll lag bei 1330 Plätzen. Aktuell gibt es im Bereich der Krippen- und Tagespflege 444 Plätze – 24 Plätze mehr als geplant.

„Im Elementarbereich haben wir rechnerisch eine fast 100-prozentige Bedarfsdeckung“, sagte er. Pinneberg stehe mit seiner tatsächlichen Versorgungsquote von fast 50 Prozent für die Ein- und Zweijährigen auch im Bundesvergleich und im Vergleich zu Hamburg gut da.

Doch er gab – wie auch Bernd Hinrichs von der CDU - zu bedenken, dass das künftig nicht ausreiche. „Es ist wahrscheinlich, dass die Nachfrage höher als das Angebot sein wird“, sagte Tietz, zumal man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch die Sicherstellung der Kindertagesbetreuung fördern wolle. Das hätte zur Folge, sich wieder neue Ziele zu setzen.

Ob künftig die städtische Förderung auf ein Gutscheinsystem umgestellt werden soll, um den bundesgesetzlichen Rechtsanspruch zu erfüllen, müsse noch besprochen werden, so Tietz weiter. Schon jetzt müsse die Stadt sechs Millionen Euro für die laufende Förderung der Kindertagesstätten aufbringen. „Das ist fast unser gesamtes Defizit.“

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erstellt am 28.Feb.2015 | 10:00 Uhr

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