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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 20:28 Uhr

Kinder werden Klimaretter

vom

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2013 | 01:14 Uhr

Kreis Pinneberg | Das Projekt "Kita21 - Die Klimaretter" startet nach den Sommerferien in seine nächste Runde. In der Jugendbildungsstätte in Barmstedt kamen jetzt die Kooperationspartner von der "Save Our Future"- Umweltstiftung (SOF), dem Abwasserzweckverband (azv) Südholstein und dem Kreis Pinneberg zusammen, um Kita leiterinnen und Erzieherinnen über das Projekt zu informieren.

Durch "Kita21" sollen Kindern in Kindergärten der Umwelt- und Klimaschutz näher gebracht werden. Erzieherinnen nehmen dafür an kostenlosen Fortbildungen und Vernetzungs angeboten teil, in denen sie Kooperationsideen entwickeln und eigene Bildungsprojekte umsetzen.

Seit dem Projektstart haben laut azv mehr als 60 Erzieher und Mitarbeiter von Bildungseinrichtungen aus dem Kreis Pinneberg an den Fortbildungen teil genommen. "Das Projekt hat Fahrt aufgenommen, wir sind sehr zufrieden. Trotzdem wollen wir natürlich noch mehr Kitas und regionale Akteure erreichen", so Ute Hagmaier, Referentin für Umwelt und Bildung beim azv. Der Verband hatte Kita21 im Kreis Pinneberg initiiert. Es ist auf drei Jahre angelegt. 80 Kitas wollen die Akteure während dieser Zeit ins Boot holen. Laut SOF-Geschäftsführer Ralf Thielebein, seien es bislang 20 Einrichtungen im Kreis, die mitmachen. Allerdings hätten sich lediglich zwölf von ihnen mit einem eigenen Projekt beworben, durch das sie sich letztlich als "Klima retter-Kita" zertifizieren lassen können.

Zur Veranstaltung nach Barmstedt waren etwa 40 Gäste gekommen, um sich zu informieren. Außer Aus künfte zur Teilnahme und zum Ablauf des Modell projekts wurde auch aus der Praxis berichtet. In der DRK-Kita Hetlingen hatten Kinder sich zum Beispiel mit der Biene beschäftigt und bauten ein 50 Zentimeter großes Modell aus Pappmaché. Dabei wurde ihnen viel über das vom Aussterben be drohte Insekt vermittelt und erklärt, wie wichtig es für den Obstanbau ist. Ihnen wurde greifbar gemacht, dass außer anderen Faktoren auch der Klimawandel der Biene Schwierigkeiten bereitet.

Die Kinder der Awo-Kita in Horst hatten die Abfall- Verwertungsanlage besucht und eine Recyclinginitiative in Elmshorn kennengelernt. "Das Tolle dabei ist, dass die Kinder so auch eine Wertschätzung für Dinge ent wickeln, die wir oft ohne nachzudenken wegwerfen."

Helmuth Kruse (Grüne), Vorsitzender des Kreis-Umwelt ausschusses, lobte besonders die Nachhaltigkeit des Projekts. "So etwas darf keine Eintagsfliege sein. Das Gute ist, man erreicht damit nicht nur die Eltern, sondern auch die Gemeinden."

Katharina Glockner von der RegionNord, Büro für Regionalentwicklung, das die aktivRegion Pinneberger Marsch und Geest leitet, sagte: "Wenn wir weiter solche Projekte mit einem gewissen Etwas aufrecht erhalten können, dann würden wir uns sehr freuen." Insgesamt habe das Projekt ein Volumen von 250 000 Euro netto. Die aktivRegion fördert es mit 100 000 Euro im Zuge des Zukunfts programms Ländlicher Raum.

Unter den Kinder gärtnerinnen kamen Stimmen auf, dass es bereits viele ähnliche Angebote in der Region gebe. Seit Jahren würden Kooperationen wie beispielsweise mit der GAP bestehen. Ute Hagmaier verdeutlichte daraufhin die Vernetzungs möglichkeiten der Teil nehmer und die gebotene nachhaltige Unterstützung. SOF-Geschäftsführer Thielemann verwies auf die Möglichkeit, sich durch die Zertifizierung von Kita21 als "Klimaretter- Kindergarten" auszeichnen zu lassen.

Informationen und Anmeldung auf:

www.kita21-dieklimaretter.sh

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