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Pinneberger Tageblatt

11. Dezember 2017 | 03:38 Uhr

Finanzen : Kiel bestellt – Elmshorn liefert

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

Stichwort Etat: Elmshorn spart und nimmt mehr Geld ein.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2017 | 12:00 Uhr

Elmshorn | Das war ein Kraftakt. Doch Elmshorns Kämmerin Gabriele Wiese ist davon überzeugt, dass sich die viele Arbeit am Ende auch gelohnt hat. Kiel hat bestellt. Die Stadt Elmshorn hat geliefert. Im von der Stadt jetzt vorgelegten Nachtragsetat für 2017 werden laut Wiese die Bedingungen der Kieler Kommunalaufsicht erfüllt. Elmshorn sollte ein deutliches Sparsignal senden und zudem nachweisen, dass sich die Einnahmeseite verbessert hat. „Beides ist uns gelungen“, betont Elmshorns Finanzchefin. Quer durch alle Abteilungen wurden aus dem Etat 2017 an Einsparungen im Nachgang nochmals 976.000 Euro „herausgequetscht“. Zudem plant die Stadt mit Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer von drei Millionen Euro. 28 Millionen Euro will die Stadt durch diese Steuer in diesem Jahr einnehmen. „Insgesamt verbessern sich die Erträge um vier Millionen Euro“, betont Wiese. Aus dem eingeplanten Defizit in Höhe von 2,6 Millionen Euro wird nach den Korrekturen ein Überschuss von zirka 1,1 Millionen Euro. Wiese hatte den Nachtragsetat am Dienstagabend im Hauptausschuss vorgestellt. Er soll am 11. Mai im Kollegium verabschiedet werden.

Nickt Kiel das neue Zahlenwerk aus Elmshorn im Mai ab, kann die Stadt zusätzlich zu den genehmigten zwölf Millionen Euro noch einmal 1,2 Millionen Euro an Krediten aufnehmen – und investieren. Der Streit zwischen Kiel und Elmshorn war – die EN berichteten – im März hochgekocht. Die Stadt wollte 2017 Kredite in Höhe von 19,5 Millionen Euro aufnehmen. Kiel sagte Nein, genehmigte nur zwölf Millionen. In Elmshorn waren plötzlich Investitionen in Schulen und Kitas in Gefahr. Der Aufschrei war groß – und zeigte Wirkung. Am Ende wurde ein Kompromiss ausgehandelt.

Bei den Investitionen für 2017 tritt Elmshorn ein bisschen auf die Bremse. Wiese hat vorgeschlagen, den Kreditbedarf auf 14 Millionen Euro zu begrenzen. Unter anderem wird der Ausbau der Hamburger Straße mit Kosten in Höhe von 2,5 Millionen Euro verschoben. Auch andere Projekte werden erst 2018 finananziell auf den Weg gebracht. Ein Verschiebebahnhof: Denn so erhöht sich der Kreditbedarf für 2018 um gut vier Millionen Euro.

Ausgeglichene Haushalte: Das fordert Wiese immer wieder ein. „Ansonsten kann man sich bestimmte Dinge eben einfach nicht leisten“, sagt die Kämmerin. Für die Jahre 2018 bis 2020 will die Stadt mehr Geld einnehmen als ausgeben und damit auch Defizite aus den Vorjahren abbauen. Dann müsste Kiel den Haushalt auch gar nicht mehr genehmigen. Aber noch stehen die „positiven“ Zahlen nur auf einem Stück Papier.

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