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Walter-Pein-Turnier in Appen : Kicker erspielen etwa 4000 Euro

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Zahlreiche Freizeitkicker sind in Appen beim Walter-Pein-Turnier angetreten. Sieger wurde das Team Cheza. Während der Wohltätigkeitsaktion kamen etwa 4000 Euro zusammen. Sie sind für "Appen musiziert bestimmt".

shz.de von
erstellt am 06.Jun.2017 | 14:30 Uhr

Appen | „Mein Mann hat immer gesagt, dass hier etwas im Dorf passieren muss. Sonst ist Appen eine reine Schlafgemeinde“, erinnerte Gertrud Pein an die Anfänge des nach ihrem verstorbenen Mann benannten Walter-Pein-Turniers in Appen. Schnell sei den Eheleuten klar gewesen, dass es etwas mit Sport sein sollte. „Da bot sich Fußball an. Wir haben noch einmal drüber geschlafen und dann stand die Idee“, sagte Pein. Die Idee des Walter-Pein-Turniers war geboren. Am Sonnabend wurde es zum 18. Mal ausgetragen.

„Solange ich lebe, stifte ich die Pokale“, sagte Pein, die auch in diesem Jahr die 13    Trophäen für jedes teilnehmende Team spendierte. Gerd Vasel, der mit seiner Mannschaft „Greencool Makers“ im Jahr 2016 gewonnen hatte, spendierte einen neuen Wanderpokal. „Auf dem alten war kein Platz mehr. Also musste ein neuer her“, sagte er.

„Ich freue mich, dass so viele Leute gekommen sind und sich engagieren. Das hätte meinem Mann ganz sicher gefallen“, stellte Pein zufrieden fest. Und auch für die neue Organisation – Volker Behlke und Peter Thon haben ihre Aufgaben an Daniela Runge weitergegeben – gab es Lob: „Es ist schön, dass sich die jüngeren einbringen und das Turnier damit hoffentlich lange Bestand hat“, sagte Pein. Beim Aufbau halfen unter anderem die Kicker des TuS Appen mit. Das DRK Uetersen und Appen war als Ersthelfer und am Kuchenstand im Einsatz. „Bei so einem Turnier ist man auf die Hilfe vieler Menschen angewiesen. Das hat wieder einmal hervorragend funktioniert“, freute sich Hans Martens vom TuS Appen.

Doch was hat sich in den 18  Jahren, seitdem es das Turnier gibt, verändert? „Nichts“, sagt Pein lachend. „Es wird immer noch Fußball gespielt.“ Nach einer kurzen Pause fällt ihr aber doch eine deutliche Veränderung auf: „Es sind viele Jüngere hier. Die Alten bleiben immer häufiger weg. In meiner Altersgruppe ist keiner hier“, so die 92-Jährige, die beim Turnier seit Jahren neutral bleibt. „Der Beste soll gewinnen“, sagte sie zum Duell der Dorfteams aus Appen. Ansonsten fiebere sie aus lokaler Verbundenheit mit dem TuS Appen und dem FC Bayern München mit. „Wenn die verlieren, kann ich mich so richtig darüber ärgern“, sagte Pein.

„Das Turnier läuft richtig super, allerdings nicht für unser Team“, sagte Organisatorin Runge. Bereits nach der Vorrunde waren mehr als 1500 Euro an Spenden zusammengekommen. Auf eine Startgebühr wird traditionell verzichtet und auf die Spendenbereitschaft der Teams gesetzt. „Das klappte bisher immer sehr gut“, so Runge. Das Geld kommt der Initiative „Appen musiziert“ zugute. Insgesamt wurden von Teams und Besuchern 2445      Euro gespendet. „Nach einem ersten Überschlag werden wir sicher über 4000 Euro überweisen können“, sagte Martens. Natürlich gab es auch einen sportlichen Sieger. Das Team „ChezA“ siegte im Finale gegen die Mannschaft vom „Seerosenweg“. Platz drei ging an Team „Kaland“ vor den „Young Boys“.

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