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Ketelsen löst Schultz als ABC-Dienst-Leiter ab

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Es war ein wahrer Wahlmarathon, den die 47 Teilnehmer an der Hauptversammlung des ABC-Dienstes – Löschzug Gefahrgut Pinneberg – zu absolvieren hatten. Genau genommen waren es 21 Abstimmungen, darunter vier in geheimer Wahl, an deren Ende eine neue Führung mit Markus Ketelsen (Foto) von der Freiwilligen Feuerwehr Hasloh als neuer Leiter stand. Er löst damit Wilfried Schultz ab.

Der Grund für die Masse an Wahlen war die Ende vergangenen Jahres verabschiedete neue Ordnung der Einheit der Gefahrgutspezialisten. Bis dahin waren die Führungskräfte bestimmt worden. Nun hat auch dort, wie bei allen Freiwilligen Feuerwehren, die Demokratie Einzug gehalten. Einziger formaler Vorbehalt: Ketelsen und sein ebenfalls neu gewählter Stellvertreter Christoph Supthut (Foto) von der Freiwilligen Feuerwehr Pinneberg müssen noch von Kreiswehrführer Bernd Affeldt offiziell eingesetzt werden. Das werde während der Jahreshauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) am Sonnabend, 15. März, im Gartenbauzentrum Ellerhoop der Fall sein, kündigte Wehrsprecher Michael Bunk an. Dann werde auch Schultz verabschiedet werden.


Vertrauensvolle Zusammenarbeit


An persönlichen Dankesworten für Schultz mangelte es am Freitagabend nicht. Sowohl Affeldt als auch Röpcke wandten sich mit lobenden Worten an den Neuendeicher, der erst als Zugführer und zuletzt fünf Jahre als Leiter des ABC-Dienstes in der Verantwortung gestanden hatte. Schultz selbst hatte seinen letzten Jahresbericht seinen Vorstandskameraden für die „super vertrauensvolle Zusammenarbeit“ gedankt. „Das ist nicht selbstverständlich“, sagte er.

Im ABC-Dienst leisteten bei je zwei Ein- und Austritten im vergangenen Jahr 62 Männer und drei Frauen ihren Dienst – zusätzlich zum Engagement in der örtlichen Feuerwehr oder dem Technischen Hilfswerk. „Die Fluktuation hat sich beruhigt“, konstatierte Schultz. In diesem Jahr hätten sich bereits drei Zugänge angemeldet, so dass die Zahl der Mitglieder derzeit bei 68 liege. Es dürften jedoch „gern mehr sein“, so Bunk. Affeldt hatte wie alle Vorstandsmitglieder des Kreisfeuerwehrverbands, bei ihren Besuchen von Jahreshauptversammlungen der Wehren in den vergangenen Wochen dafür die Werbetrommel gerührt. „Ich bedanke mich bei euch für eure Arbeit und die Ausbildung der neuen Kameraden, so dass jetzt wieder Neue bei euch eintreten können“, sagte der Kreiswehrführer.

Und wie die Bilanz 2013 zeigt, werden diese auch dringend benötigt: „Die Zahl der Einsätze stieg um mehr als 100 Prozent von sechs auf 13. Schuld waren aber nicht, wie bei den meisten Feuerwehren, die Sturmtiefs ‚Christian‘ und ‚Xaver‘, sondern eine Umstellung in der Alarm- und Ausrückeordnung“, sagte Bunk. Diese sehe nun explizit für die Wehren die Möglichkeit vor, lediglich einen Fachberater hinzuzuziehen. Der Wehrsprecher bilanzierte: „Das wurde vergangenes Jahr fünfmal genutzt.“

Nachdem die Kameraden des ABC-Dienstes im vergangenen Jahr sowohl einen neuen Erkundungskraftwagen als auch neue Chemikalienschutzanzüge und sogenannte CFK-Flaschen erhalten hatten, kündigte Röpcke am Freitag an, in diesem die Chemie-Messtechnik zu erneuern. Zudem solle ein Probensammelfahrzeug angeschafft werden. „Dies wird ein Pick-Up vom Typ Ford Ranger mit einer Fahrgastzelle für fünf Personen sein“, so Bunk.


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erstellt am 24.Feb.2014 | 18:11 Uhr

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