zur Navigation springen

Nach Brand in Horster Gemeinschaftsschule : Keine Panik dank regelmäßiger Übungen

vom
Aus der Redaktion der Elmshorner Nachrichten

480 Kinder und Jugendliche besuchen die Jacob-Struve-Schule. Die Reaktionen von Lehrern und Schülern sei vorbildlich gewesen.

shz.de von
erstellt am 13.Mär.2015 | 13:00 Uhr

Horst | „Ich bin froh, vorbereitet gewesen zu sein und sehr zufrieden. Das hat wunderbar geklappt“, sagte die stellvertretende Schulleiterin Silvia Kaufmann zum glimpflichen Ablauf. Mit „vorbereitet“ meint sie die regelmäßigen Alarmübungen, die an der Schule durchgeführt werden.

480 Kinder und Jugendliche besuchen die Jacob-Struve-Schule. „Panik hat es hier nicht gegeben“, sagte Silvia Kaufmann. Die stellvertretende Schulleiterin wartete vor dem Schulgebäude, um besorgte Eltern empfangen zu können – doch die kamen nicht. „Das Sekretariat hat die Eltern telefonisch informiert“, sagte Kaufmann.

Erlebt hat die Lehrerin so etwas an ihrer Schule noch nicht. Doch die Reaktion von Lehrern und Schülern sei vorbildlich gewesen. Kaufmann: „Wir machen mindestens einmal im Jahr eine große Alarmübung.“ Um deren reibungslosen Ablauf kümmert sich Lehrer Klaus Rahlf, der als Feuerwehrmann für seine Aufgabe als Sicherheitsbeauftragter viel Erfahrung mitbringt.

Schreckensminuten an der Jacob-Struve-Schule in Horst bei Elmshorn: Zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Horst, der Polizei, des Rettungsdiensts und der Berufsfeuerwehr Hamburg eilen Donnerstagvormittag mit Blaulicht und Martinshorn zur Gemeinschaftsschule. Dort soll es in einem Klassenraum brennen.

Kurze Zeit später ist die Zufahrt zum Schulgebäude von Einsatzwagen gesäumt. Ein Großaufgebot von Hilfskräften und einige Lehrer kümmern sich um 24 Schüler einer achten Klasse, die nach dem Schwelbrand in einer Neonlampe ihr Klassenzimmer verlassen mussten. Schwer Verletzte gibt es nicht. Doch alle Jugendlichen werden zu einem medizinischen Check in Krankenhäuser gebracht.

Gegen 8.20 Uhr hatte aus noch unbekannter Ursache das defekte Teil einer Neonlampe einen Schwelbrand verursacht. „Die Lampe hat plötzlich angefangen zu qualmen“, sagte Klassenlehrerin Laura Matthiesen. Der Hausmeister habe das Problem aber schnell in den Griff bekommen und die Lampe repariert. Erst als gegen 9.50 Uhr einige Schüler über Atemwegsprobleme und Übelkeit klagten, seien die Rettungskräfte alarmiert worden.

An der Westseite des Gebäudes sammelten sich die Jugendlichen. Helfer versorgten sie mit Decken. Zwei Notärzte untersuchten die Schüler, die etwas mitgenommen, jedoch gefasst, wirkten. „Der Rettungsdienst hat vier Schüler sofort in Krankenhäuser gebracht“, sagte Christian Mandel, Sprecher der Rettungsdienst-Kooperation in Schleswig-Holstein. Die übrigen Achtklässler im Alter zwischen 13 und 15 Jahren wurden schließlich gegen 12 Uhr mit dem Großraumrettungswagen der Hamburger Berufsfeuerwehr, einem Bus mit Medizintechnik an Bord, in Krankenhäuser gefahren. Der Unterricht für die anderen Klassen lief unterdessen weiter. Kurz nach 12 Uhr war der Einsatz beendet. „Glimpflich abgelaufen“, ist das Fazit von Mandel.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen