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Sparmaßnahmen? : Keine Blumen im öffentlichen Raum

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Immer wieder sind öffentliche Grünflächen nicht bepflanzt.

von
erstellt am 05.Jun.2016 | 11:00 Uhr

Pinneberg | Die Blumenrabatten an der Kreuzung Elmshorner Straße/ Friedrich-Ebert-Straße: Leer. Und auch im restlichen Stadtgebiet sind einige Beete verwaist. Die Mitarbeiter des Kommunalen Servicebetrieb Pinneberg (KSP) haben in diesem Jahr keine Frühjahrsbepflanzung vorgenommen.

Eine Sparmaßnahme, um den Haushalt der Stadt zu entlasten? Mitnichten. „In der haushaltsfreien Zeit werden bestimmte Maßnahmen zurück gestellt, dazu gehören auch die Blumen“, sagt Silkata Sahin-Adu, Chefin des KSP. Dies wird in der Gemeindeordnung Schleswig-Holstein geregelt. Paragraph 95c besagt, dass Gemeinden nur die Dinge leisten, zu denen sie rechtlich verpflichtet sind oder „die für die Fortsetzung notwendiger Aufgaben unaufschiebbar sind“. Die Pflanzung von Blumen gehört da natürlich nicht zu. Außerdem würde es laut Sahin-Adu um „keine wilden Summen“ gehen, die für die Bepflanzung ausgegeben werden. Bis es wieder bunt wird in Pinnebergs Beeten, wird es also noch etwas dauern.

Angesprochen auf das Konzept des „Urban Gardening“ (Urbaner Gartenbau), bei dem auch städtische Flächen begärtnert werden, fallen Wirtschaftsförder Stefan Krappa spontan zwei Bespiele ein. Er schränkt allerdings ein: „Privatleute sollen die Bepflanzung durch die Stadt nicht ersetzen.“ Die großen Blumenkübel auf dem Drosteivorplatz würden durch die Adler Apotheke bepflanzt werden. Im Fahltskamp wurden zudem bereits Bäume neu gepflanzt (diese Zeitung berichtete). „Diese wurden mit Spenden finanziert“, sagt Krappa. Dies dürfe jedoch nur in Absprache geschehen. „Gegen ein paar Primeln ist nichts einzuwenden, aber Bäume sollten nicht einfach so gepflanzt werden“, sagt Sahin-Adu. Schließlich sollten diese einen endgültigen Standort erhalten und nicht nach wenigen Monaten entfernt werden müssen.

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